Wochenkommentar

Weniger persönlicher Service? Gefährlicher Trend für Banken

Marco Virgillito kommentiert die Woche für Emmerich.

Marco Virgillito kommentiert die Woche für Emmerich.

Foto: Thorsten Lindekamp / NRZ

Emmerich.  Die Volksbank Emmerich-Rees schließt Filialen an drei Nachmittagen – ein Trend setzt sich fort. Ein gefährlicher Trend, findet Marco Virgillito.

Die Volksbank Emmerich-Rees hat in dieser Woche verkündet, dass an drei Nachmittagen in der Woche die Filialen nicht mehr öffnen. Damit setzt sich ein Trend fort. Die lokalen Banken fahren ihren persönlichen Service immer weiter zurück. Stattdessen wird mehr online gemacht. Oder am Telefon.

Besonders ältere Mitbürger fremdeln sehr mit diesem Trend. Stellt sich die Frage, an welchem Punkt Banken, die sonst als lokale Akteure wahrgenommen wurden, für die Kunden nicht mehr diesen Zweck erfüllen. Wenn man mit Service vor Ort nicht mehr punktet, wird der Kunde über den Preis entscheiden. Ein gefährlicher Trend.

Ein Neumarkt-Erfolg käme für viele dennoch zu spät

Ein Verbot für E-Scooter an der Promenade, sagt die Verwaltung, müsse gar nicht umgesetzt werden. Gibt es formal betrachtet schon, da der Zusatz am Fußgängerzonen-Schild „Radverkehr frei“ E-Scooter nicht betrifft. Soweit ok. Aber, dass alleinfahrende E-Bikes bei diesem Zusatz auch ausgenommen sind, das werden in der Praxis viele nicht wissen. Die BGE hat recht, wenn sie darauf verweist, dass hier eine bessere Aufklärung hilfreich wäre.

Der Neumarkt wird noch ein Erfolg – davon ist Investor Josef Schoofs überzeugt. Es war zu erwarten, dass er sich beim Bürgerverein aalglatt und von sich überzeugt präsentieren wird. Schuld an der seit neun Jahren andauernden Hängepartie sind immer andere. Vielleicht wird das Wohn- und vor allem Geschäftshaus auch noch ein Erfolg. Aber dieser kommt für viele andere Händler, die eine Belebung der Innenstadt vor Jahren gebraucht hätten, zu spät.

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