Verbraucherschutz

Wilke-Fleisch: 65 Betriebe wurden im Kreis Kleve beliefert

Die Wilke-Zentrale.

Die Wilke-Zentrale.

Foto: Uwe Zucchi / dpa

Kreis Kleve.  Vier Großhändler belieferten im Kreis Kleve Restaurants, Dönerbuden, Imbisse und Kantinen mit Fleisch von Wilke. 65 Betriebe sind betroffen.

Wie berichtet ist auch der Kreis Kleve von Lieferung des Fleischproduzenten Wilke aus Hessen betroffen. Der Betrieb ist in die Schlagzeilen geraten, weil Würste mit Schimmel und Listerien befallen waren. Auf NRZ-Anfrage teilte die Klever Kreisverwaltung am Mittwoch mit, dass vier Großhändler mit dem Fleisch beliefert worden sind. Diese Händler haben dann 65 Betriebe im Kreis Kleve beliefert.

Fleischprodukte wurden aus dem Verkehr gezogen

Unter den Betrieben seien Restaurant, Döner-Buden, Schnellimbisse, aber auch Kantinen. Die Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung haben die Betriebe angesprochen und entsprechende Kontrollen veranlasst. Auch die Großhändler sind aktiv geworden und haben die Fleischprodukte aus dem Verkehr gezogen. Der Einzelhandel sei im Kreis Kleve mit den Wurstwaren nicht beliefert worden.

Um welche Fleischmengen es sich im Kreis Kleve überhaupt handelt, kann die Kreisverwaltung nicht mitteilen. Es seien zwar die Lieferadressen bekannt, aber es werden nicht die Mengen angegeben.

In den Niederlanden gibt es einen ähnlichen Listerienfall

In den Niederlanden gibt es einen ähnlichen Listerien-Fall. Die Medien berichten über befallenes Fleisch des Unternehmens Offerman aus Aalsmeer. Nach Medienberichten seien drei Menschen gestorben und eine schwangere Frau habe ihr Kind verloren. Das Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu (RIVM) sieht einen deutlichen Zusammenhang zwischen den Fällen und dem Fleisch.

Offerman habe nach niederländischen Medienberichten auch in der niederländischen Grenzregion den Handel beliefert. Unter anderem nach Jumbo, Aldi, Bidfood, Versunie und Sligro. Auch hier seien die betroffenen Produkte bereits aus den Regalen geräumt worden.

Auf NRZ-Nachfrage teilt der Kreis Kleve mit, dass keine Informationen über mögliche Auslieferungen nach Deutschland vorliegen.

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