Verkehr

A 1: Auf der Schwelmetalbrücke wird’s jetzt eng

Die Schwelmetalbrücke von oben: Die beiden inneren Fahrspuren in Fahrtrichtung Bremen werden auf die Fahrbahn in Gegenrichtung verschwenkt

Die Schwelmetalbrücke von oben: Die beiden inneren Fahrspuren in Fahrtrichtung Bremen werden auf die Fahrbahn in Gegenrichtung verschwenkt

Foto: Hans Blossey

Schwelm.  Die Vekehrsführung auf der Schwelmetalbrücke wird geändert. Der Verkehr auf der A 1 muss damit die nächsten 20 Monate leben.

Beim Abriss und Neubau der Schwelmetalbrücke steht der nächste Schritt bevor, und den bekommt der Verkehr auf der Autobahn 1 schon jetzt zu spüren. Ende September wurden die beiden inneren Fahrspuren mit rot-weißen Baken abgesperrt und sind seitdem nicht mehr befahrbar. Dass sich auf der Baustelle momentan nichts mehr tut, liegt am Wetter.

Die Absperrung der inneren Fahrspuren ist nötig, um das Verschwenken von Fahrspuren in Fahrtrichtung Bremen auf die Fahrbahn in Fahrtrichtung Köln vorzubereiten. Sobald dies geschehen ist und kein Verkehr mehr darüber fährt, kann mit den Arbeiten für den Abriss des inneren Brückenbauwerkes in Fahrtrichtung Bremen begonnen werden. Die beiden äußeren Brückenbauwerke müssen nicht erneuert werden und bleiben während der gesamten Bauzeit befahrbar.

Gelbe Markierungen fehlen

Dass die mittlere und linke Fahrspuren in Fahrtrichtung Bremen noch nicht auf die Gegenseite verschwenkt wurden (Stand Dienstag Nchmittag), hat einen einfachen Grund. Die gelben Markierungen, die die neuen Fahrspuren anzeigen, konnten wegen des Regenwetters noch nicht aufgetragen werden, wie Simone Döll, Sprecherin bei der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES), erklärte.

Ersatzbau Schwelmetalbrücke
Ersatzbau Schwelmetalbrücke

Bei den provisorischen Markierungen handele es sich um ein Agglomerat, um einen Verbundstoff, der zwar sehr lange hält, wenn er erst einmal aufgetragen ist, der aber nur aufgebracht werden kann, wenn es mehrere Tage hintereinander trocken bleibt. Erschwerend kommt hinzu, dass das Auftragen auf der Autobahnbrücke aus verkehrstechnischen Gründen nur nachts möglich ist. „Wir und die ausführende Baufirma schauen täglich auf die Wetter-App“, sagte Sprecherin Döll. „Bisher hat uns Petrus leider im Stich gelassen.“

So oder so müssen sich die Autofahrer auf langfristige Einschränkungen im Baustellenbereich einstellen. Schon jetzt gilt Tempo 80 und das wird auch bis zur Ende der gesamten Bauzeit – voraussichtlich im Juni 2022 – so bleiben.

Nach Fertigstellung der neuen, inneren Brücke in Fahrtrichtung Bremen (voraussichtlich im 1. Quartal 2021) geht es mit dem Abriss und Neubau der inneren Brücke auf der anderen Seite weiter. Auch dafür wird der Verkehr von der betroffenen Brücke auf die Fahrbahn in Gegenrichtung verschwenkt.

Zurück zum aktuellen Stand: Sobald die gelben Markierungen aufgebracht und die Fahrspuren in Richtung Bremen auf die Gegenfahrbahn verschwenkt sind, kann mit den eigentlichen Arbeiten für den Abriss des ersten Brückenbauwerkes begonnen werden. Die Brücke wird später von oberhalb abgepickt und in kleinen Stücken nach unten abgelassen (geplant ab März 2020)

Um das zu bewerkstelligen, wird auf der Brücke eine provisorische Arbeitsfläche errichtet. Sie wird an den Pfeilern darunter befestigt und von ihnen auch getragen. Die Arbeitsfläche besteht aus etlichen mehrere Meter langen Stahlelementen, die im Baustellenbereich zusammenmontiert werden. Der Verkehr auf der Autobahn wird von alldem nicht viel mitbekommen. Der Arbeitsbereich wird durch einen Sicht- und Staubschutzzaun abgeschottet.

Eingehaust wird auch die Fahrbahn der B7 unterhalb der Brücke. Die Fläche daneben wurde in den vergangenen Monaten so hergerichtet, dass dort die Abriss-Stücke von oben abgelassen werden können. Dafür musste sogar ein Teil der Schwelme überbaut und der Bereich darüber mit Erdreich aufgefüllt werden. Mit der Deutschen Bahn wurden Sperrzeiten vereinbart, um auch im Bereich oberhalb der Gleise arbeiten zu können. Wie die DEGES mitteilte, betrifft dies nur den Güterverkehr zu Nachtzeiten bzw. die erste S-Bahn am Morgen, für die dann ein Bus-Ersatzverkehr eingerichtet wird. Auf die Sperrzeiten wird rechtzeitig hingewiesen.

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