Weltkriegsmunition

Alte Munition detoniert in Gevelsberger Kinderzimmer

Durch das Zerlegen der stark verrosteten Munition (Symbolbild) kam offenbar Sauerstoff an den Phosphorkern und führte zu einer chemischen Reaktion.

Durch das Zerlegen der stark verrosteten Munition (Symbolbild) kam offenbar Sauerstoff an den Phosphorkern und führte zu einer chemischen Reaktion.

Gevelsberg.   Alte Kriegsmunition hat in Gevelsberg für einen gehörigen Schrecken gesorgt. Jugendliche hatten die Munition mit nach Hause genommen.

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Das hätte durchaus schlimmer ausgehen können: Etwa 16 Jahre alte Jugendliche hatten in einem Kinderzimmer an der Hagener Straße Weltkriegsmunition mit Hammer und Meißel so bearbeitet, dass es zu einer chemischen Reaktion kam.

Diese löste einen Schwelbrand aus, für den die Gevelsberger Feuerwehr am Freitagmittag ausrückte.

Chemische Reaktion

Die jungen Leute hatten die Munitionsreste offensichtlich im Wald am Buchenberg gefunden und mit nach Hause genommen, um die stark angerosteten Teile im Kinderzimmer kurzerhand zu zerlegen – bis zur chemischen Reaktion.

Die Feuerwehr übernahm die Munitionsteile und brachte diese später zu den Technischen Betrieben. Das Zimmer wurde gelüftet. Die Jugendlichen kamen zum Glück mit dem Schrecken davon.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst übernahm später die Infanteriemunition mit einem Phosphorkern aus dem Zweiten Weltkrieg.

Munition niemals anfassen

Auf diesem Wege, weist die Feuerwehr nochmals daraufhin, dass etwaige Munitionsfunde an Ort und Stelle verbleiben sollten. „Es ist extrem gefährlich, sie zu bewegen, die Verletzungsgefahr ist sehr hoch“, betont der stellvertretende Feuerwehrchef Rüdiger Kaiser.

Die Alarmierung der Feuerwehr sei der richtige Weg. Unlängst erst hatten Spaziergänger in Gevelsberg eine Stabbrandbombe gefunden. „Auch sie hoben die Waffe zunächst auf. Das ist extrem gefährlich“, sagt Kaiser.

Für ihn und seine Leute war es Freitagmittag nicht der einzige Einsatz. Direkt nach dem Schwelbrand ging es wieder zur Hagener Straße raus.

Diesmal musste eine Patientin möglichst schonend aus dem Haus zum Rettungswagen gebracht werden. Hier wurde die Drehleiter eingesetzt, die Straße war während des Einsatzes komplett gesperrt.

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