Sanierung

Bund gibt Geld für Christuskirche in Schwelm

Auch der zweite von fünf Bauabschnitten zur Sanierung der Christuskirche ist mit der neuen Fördermittelzusage aus Berlin gesichert.

Auch der zweite von fünf Bauabschnitten zur Sanierung der Christuskirche ist mit der neuen Fördermittelzusage aus Berlin gesichert.

Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Für den zweiten Bauabschnitt der Sanierungsarbeiten erhält die Evangelische Kirchengemeinde Schwelm 492.000 Euro aus Denkmalschutz-Sonderprogramm

Für die Sanierung der Christuskirche greifen nicht nur viele Schwelmer gern in ihr Portemonnaie und spenden Geld. Auch in Berlin gibt es Menschen, die es gut mit der Kreisstadt meinen. Mit 492.000 Euro unterstützt der Bund auch den zweiten von insgesamt fünf geplanten Bauabschnitten zur Renovierung des Gotteshauses. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestages am Mittwoch beschlossen. „Damit ist die Hälfte der voraussichtlichen Kosten gesichert“, sagt der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel erfreut. Nach eigener Aussage hatte er den Zuschuss angeregt.

Gute Nachricht für Gemeinde

Das Geld stammt aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm, für das im Bundeshaushalt 40 Millionen Euro eingestellt wurden. Die Förderung richtet sich an „national bedeutsame oder das kulturelle Erbe mitprägende unbeweglichen Kulturdenkmäler“, wie es heißt. „Das ist eine Super-Kiste“, freut sich Pfarrer Rainer Schumacher über die Zusage der Fördermittel. „Die Kirchengemeinde in Schwelm hatte der Förderantrag erst im März 2019 gestellt, Pfarrer Schumacher hatte René Röspel von der Antragsstellung unterrichtet. „Herr Röspel hatte seine Unterstützung bei der Antragsstellung zugesagt“, so der Kirchenmann, der am Mittwochnachmittag per Telefon von dem SPD-Bundestagsabgeordneten die gute Nachricht erhalten hatte. „Das macht uns so richtig glücklich, weil wir in die zweite Sanierungsphase ohne Pause werden starten können“, so Schumacher zu unserer Zeitung.

In diesem Frühjahr ist die erste Bauphase der Sanierung gestartet. Durch insgesamt 60 Bohrungen soll Beton unter die Christuskirche gepumpt und somit das Fundament gestärkt werden. Wie berichtet, haben sich Hohlräume unter den denkmalgeschützten Bauwerk gebildet, die Türme sind in eine Schieflage gekommen und driften langsam auseinander. Dadurch entstehen inzwischen Schäden auch an anderen Gebäudeteilen. „In beiden Türmen läuft bei starkem Regen innen das Wasser die Wand entlang“, hatte Architekt Dipl.-Ing. Christoph V. Wissmann beim Start der Sanierung Anfang April gesagt. Durch den Südturm gehen vertikale Risse, besonders schwierig sei das Neuverfugen des vorgesetzten Mauerwerks. Allein diese Aktionen kostet 875.000 Euro, von denen der Bund 300.000 Euro übernommen hat.

Gesamtkosten: 3,5 Millionen Euro

Der zweite Bauabschnitt schließt sich voraussichtlich zum Jahreswechsel 2019/20 an und ist mit 980.000 Euro veranschlagt. Im Rahmen dieser Baumaßnahmen soll das Mauerwerk von Mittelschiff und Nordturm saniert werden. Hierfür ist die zweite Fördermittelzusage über 492.000 Euro gedacht. Die Kosten für die komplette Sanierung der Christuskirche werden 3,5 Mio. Euro geschätzt.

Die Spendenbereitschaft für die Christuskirche ist riesig. Seit 2014 wird für die Sanierung des stadtbildprägenden Gotteshauses gesammelt, werden Veranstaltungen wie „Essen für die Türme“ und Versteigerungen organisiert. Auf diese Weise waren bis zum Jahresende 2018 über 92.000 Euro zusammengekommen. „Auch dieses Engagement wird durch die Förderung des Bundes gewürdigt“, sagt René Röspel. Wären nicht die Spendengeldern und Zuschüssen des Bundes, müsste die Evangelische Kirchengemeinde Schwelm die Kosten für die Sanierung komplett aus Eigenmittel der Gemeinde und den Rückstellungen bezahlen.

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