Christopher-Street-Day

CSD: Gevelsberger Clubbetreiber legt bei Parade in Köln auf

Der RTL-Truck während der Christopher-Street-Day-Parade in Köln. Mit an Bord: Robin Kolb, Clubbetreiber aus Gevelsberg.

Der RTL-Truck während der Christopher-Street-Day-Parade in Köln. Mit an Bord: Robin Kolb, Clubbetreiber aus Gevelsberg.

Foto: Benjamin Petrich / Agentur Loonee

Gevelsberg/Köln.  Als DJ Robinho hat der Gevelsberger Clubbetreiber Robin Kolb bei Europas größter Christopher-Street-Day-Demonstration in Köln aufgelegt.

1,2 Millionen Menschen haben nach Angaben der Veranstalter vor knapp zwei Wochen die Christopher-Street-Day-Parade in Köln besucht. Unter dem Motto „50 Years of Pride“ feierten sie und erinnerten dabei an Proteste von Homosexuellen vor 50 Jahren in New York. Mittendrin war der DJ und Gevelsberger Clubbetreiber Robin Kolb. Er fuhr im Zug auf dem Wagen des privaten Senders RTL mit und legte dort auf. Selbst für einen erfahrenen DJ wie Kolb eine besondere Erfahrung.

„Ich bin froh, dass ich das machen durfte“, sagt der 32-Jährige. „Das war ein unglaubliches Erlebnis, zu sehen, wie die Leute da für eine gute Sache demonstriert haben und wie viel Mühe sie sich mit den Outfits gegeben haben.“

Der Auftritt sei über die Eventagentur Loonee zustande gekommen. „Die haben mich online angeschrieben und für den RTL-Truck angefragt“, so Kolb. Mit RTL habe er bereits zusammengearbeitet – unter anderem für die Show „Crash Test Promis“.

Intensiv auf Christopher-Street-Day vorbereitet

Im Vorfeld der CSD-Parade hat sich DJ Robinho – so Kolbs Künstler-Alias – intensiv vorbereitet. House, EDM, CSD-Klassiker, er stellte sich musikalisch auf die Veranstaltung ein. Am Sonntag der Parade sei er um 9 Uhr morgens schon vor Ort gewesen.

Ein paar Stunden später startete der Zug in die Kölner Innenstadt. „Während des Auftritts kam dann auf einmal der Wunsch nach mehr Karnevalsatmosphäre auf“, sagt Kolb. Nun half ihm seine Erfahrung weiter. „Ich habe schon einmal beim Karneval in Köln aufgelegt“, sagt der DJ. „Da hatte ich also Routine.“

Stammgäste aus Gevelsberg dabei

Er fing an, die Musik aus seiner Vorbereitung mit Karnevalssongs und passender Sommer- und 90er-Jahre-Musik zu mischen. Zusätzlich heizen bekannte TV-Gesichter, darunter Darsteller von „Unter uns“, „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ oder auch „Alles was zählt“, die Stimmung an.

Am Ende seien alle zufrieden gewesen, so Robin Kolb. „Alle sind total mitgegangen, es gab ein Wahnsinnslob.“ Was ihn besonders freute: Einige Stammbesucher aus seinem Gevelsberger „Club One“ waren extra mit nach Köln gereist, um Kolbs Auftritt zu sehen.

Angebot für Berlin

Dass seine Arbeit in Köln bei der Christopher-Street-Day-Parade gut angekommen ist, beweist auch das Angebot, dass Kolb am 27. Juli wieder beim CSD auflegen darf – dieses Mal in Berlin. „Da fahre ich dann auf einem großen doppelstöckigen Truck mit“, so der 32-Jährige.

Ein paar Tage später, am 4. August, steht dann mit dem ​Color Obstacle Rush in München schon der nächste Termin für den DJ an. Dass er trotz seiner Arbeit als Clubbetreiber in Gevelsberg nun wieder vermehrt auflege, habe auch damit zu tun, dass sein Team im Club mittlerweile so gut aufgestellt sei, dass er nicht zwingend vor Ort sein müsse, so Kolb.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben