Oktoberfest

Da werden selbst Bayern auf die Gevelsberger neidisch

Die Stimmung beim Oktoberfest in Gevelsberg lässt keine Wünsche offen. Da staunen selbst die Bayern, wie im Stadion Stefansbachtal die Post abgeht.

Die Stimmung beim Oktoberfest in Gevelsberg lässt keine Wünsche offen. Da staunen selbst die Bayern, wie im Stadion Stefansbachtal die Post abgeht.

Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

Gevelsberg.   „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ beim traditionellen Oktoberfest des FSV. Da staunt die Partyband aus Bayern: „Gevelsberg – ihr seid der Wahnsinn!“

„Gevelsberg – ihr seid der Wahnsinn!“ Die bayrische Partyband „Die Schlawiner“ war voll des Lobes für das Oktoberfest des FSV Gevelsberg, das der Fußballverein bereits zum vierten Mal nacheinander in Eigenregie veranstaltet hatte. Die Musiker aus Augsburg und Umgebung heizten den Besuchern am Freitag und am Samstag mit typischen Stimmungsliedern ein, sorgten für eine gelöste Atmosphäre und hatten selbst sichtlich Spaß auf der Bühne.

Traditionell ist der Freitag der eher „lauere“ Tag. Aufgrund der Vermeidung nächtlicher Ruhestörung geht das FSV-Oktoberfest an beiden Tagen bereits gegen 17 Uhr los, was für viele aufgrund beruflicher oder familiärer Verpflichtungen vor allem freitags dann doch schwierig werden kann. „Insgesamt waren es aber an die 800 Feierlustige“, resümierte Roberto Buchholz vom Förderverein des FSV, der gemeinsam mit Bernd Wielga federführend für die Organisation der Veranstaltung ist.

Überwiegend in Trachten

Und die gute Stimmung des Freitags sollte am Samstag sogar noch einmal getoppt werden: schon Monate im Voraus war der Abend ausverkauft, rund 1 000 – überwiegend in Tracht gekleidete – Besucher strömten ins Stadion Stefansbachtal und feierten ausgelassen zur Musik der „Schlawiner“. Deren Band-Manager Helmut Biber hatte bereits am ersten Abend am Mikrofon zugegeben: „Wir spielen ja auf sehr vielen Festen, auch in Bayern. Aber das Gevelsberger Oktoberfest ist für uns das absolute Highlight im Jahr.“ Die Musiker stimmten immer wieder „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ an, während sich die Feiernden das originale Oktoberfestbier aus Maßkrügen und unter anderem frische Brezeln der „Klütinger Alm“ aus Ennepetal schmecken ließen.

Den Fassanstich führte, wie es sich gehört, Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi durch. Mit gerade einmal zwei wuchtigen Schlägen bewies das Stadtoberhaupt, dass es mittlerweile sehr treff- und zielsicher ist. Neu war die „Damenwahl“, bei der die Besucher an beiden Abenden vorschlagen konnten, welche Besucherin das schönste „Dirndl“ war.

Spende für Hospiz und Taubenväter

Als Belohnung gab es jeweils einen Gutschein für ein Wochenende in nagelneuen Ford- bzw. VW-Autos, die zwei Autohäuser gestiftet hatten. So wurden am Freitag Mii Arnreich, die als Helferin des FSV eigentlich gar nicht mitfeiern konnte, und am Samstag Jascha Bräker aus Schwelm gewählt.

Zudem fand am Samstag im Vorfeld der Party noch ein Alt-Herren-Fußballturnier statt, das der SC Obersprockhövel für sich entscheiden konnte. Hierbei hatten alle Spieler zehn Euro gespendet, am Abend konnten die FSV-Mitglieder Bodo Weber und Dirk Henning dann 500 Euro an die „Taubenväter“ übergeben, die deren Vorsitzender Uwe Kraftscheck freudig auf der Bühne in Empfang nahm.

Wiederholung im nächsten Jahr

Auch für das nächste Jahr plant der FSV Gevelsberg ein Oktoberfest. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf“, sagte Roberto Buchholz, „unser Dank gilt vor allem den Nachbarn, dass sie uns feiern lassen haben und so geduldig mit uns waren.“ Die Einnahmen der Veranstaltung kommen nun der Jugend- und Seniorenarbeit des Vereins zugute. „Aber 500 Euro werden wir auch wieder ans Hospiz Emmaus spenden“, so Buchholz.

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