Ennepetal: Experte weiß, wo Pilze sprießen

Die Teilnehmer der Pilzwanderung der Arbeitsgemeinschaft Wandern sind zum Sammeln mit Körben statt mit Plastiktüten ausgestattet. Die Frau in der Mitte hält einen Steinpilz in der Hand.

Die Teilnehmer der Pilzwanderung der Arbeitsgemeinschaft Wandern sind zum Sammeln mit Körben statt mit Plastiktüten ausgestattet. Die Frau in der Mitte hält einen Steinpilz in der Hand.

Foto: Hans-JOchem Schulte

Ennepetal.  Benedikt van Acken, zertifizierter Pilzsachverständiger aus Dortmund, weiß, wo die Pilze aus dem Boden ragen. Auf zu einer köstlichen Entdeckung.

Dunkle Wolken standen am Himmel, aber noch regnete es nicht, als 22 Frauen und Männer vom Parkplatz der Gaststätte „Burger Mühle“ hoch oben im Tal der Ennepe aus „in die Pilze gingen“. Benedikt van Acken, der zertifizierte Pilzsachverständige aus Dortmund, wusste wieder einmal, wo die Pilze aus dem Boden lugten.

Er führte die Gruppe auf den Hangweg parallel zur L 699 in Richtung Peddenöde. Es ist ein Stück des Wappenweges, gut ausgezeichnet, aber wohl wenig begangen. Gegenüber der an der Ennepe gelegenen kleinen Ortschaft Saale befand sich das eigentliche „Suchgebiet“, aber schon bei den ersten Schritten auf dem Weg durch einen Mischwald stand fest: Hier gibt es sie, die Pilze. Hieß es anfangs September in verschiedenen Medien: „Die Körbe bleiben meist leer“, so war es am Samstag wie ein Besuch im Pilzparadies.

Der lang anhaltende Regen in den vergangenen Wochen hatte sich segensreich ausgewirkt. Benedikt van Acken musste nicht richtig suchen, aber viel erklären, so über das Ernten („nicht herausreißen“) der Pilze mit einem Messer, über die Unterschiede der verschiedenen Pilzfamilien. So ist zum Beispiel der auch in die mitgebrachten Körbchen gelangte Parosol verwandt mit den Champignons. Schon bei der Anmeldung zur Wanderung hatte Anke Lohmann von der Kluterthöhle und Freizeit GmbH darum gebeten, Körbe statt Plastiktüten mitzubringen. Nicht wenige waren auch mit Pilzmessern ausgerüstet.

Drei Stunden wurden Pilze gesucht und gefunden, Fragen an Benedikt van Acken gestellt. In den letzten 90 Minuten goss es nur so vom Himmel. Horst Winkel, der Leiter der veranstaltenden Arbeitsgemeinschaft Wandern – sie besteht unter dem Dach der Kluterthöhle und Freizeit GmbH – zeigte sich sehr zufrieden, als die Gruppe wieder die „Burger Mühle“ erreichte. „Alle hatten sich wohl auf Regen eingestellt. Keiner hat gemeckert.“ Auch Anke Lohmann zeigte sich erfreut über den Ablauf der Veranstaltung.

Fürs Mittagessen verarbeitet

Auf dem Hof der Gaststätte wurde die Pilzernte (u. a. Steinpilze, Pfifferlinge, Parosol, Röhrlinge) noch einmal von Benedikt van Acken begutachtet. Er half auch mit, sie für die Pfanne zu säubern und zu schneiden. Wenige Meter entfernt, in der Scheune, wurde für die Teilnehmer das Mittagessen vorbereitet: Nackensteak mit Krautsalat, Bratkartoffeln und Brot. Dazu wurden die selbstgeernteten Pilze mit Speck und Zwiebeln gereicht.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben