Verkehr

Ennepetal: Hinweis auf Ursache für Frontalzusammenstoß

Das Fahrzeug der Unfallverursacherin fuhr auf die Gegenspur und stieß dort frontal mit einem Pkw zusammen, in dem zwei 30-Jährige saßen.

Das Fahrzeug der Unfallverursacherin fuhr auf die Gegenspur und stieß dort frontal mit einem Pkw zusammen, in dem zwei 30-Jährige saßen.

Foto: Gruber

Ennepetal.  Die Ursache für den Frontalunfall am Mittwoch an der McDonald’s-Kreuzung mit drei Schwerverletzten ist noch unklar. Es liegt aber ein Hinweis vor

Warum gerät ein Auto so weit in den Gegenverkehr, dass es frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammenstößt? Diese Fragen stellten sich viele Menschen nach dem schlimmen Unfall am Mittwoch auf der Kölner Straße in Nähe der McDonald’s-Kreuzung, bei dem drei Menschen schwer verletzt wurden. Jetzt gibt es einen ersten Hinweis auf die mögliche Unfallursache.

Der Unfall ereignete sich mitten im Nachmittagsverkehr um 15.30 Uhr nur wenige Meter von der Kreuzung entfernt. Die Unfallversursacherin, eine 59 Jahre alte Schwelmerin, war mit ihrem Fahrzeug alleine in Richtung Schwelm unterwegs, als ihr Fahrzeug nach links ausbrach, auf die Gegenspur fuhr und dort frontal in den entgegen kommenden Pkw stieß, in dem sich zwei 30 Jahre alte Männer aus Wuppertal befanden.

Alle drei Personen wurden dabei so schwer verletzt, dass sie in umliegende Krankenhäuser in Wuppertal, Bochum und Schwelm auf die Intensivstation gebracht werden mussten. Der Notarzt musste per Rettungshubschrauber eingeflogen werden, ein Unfallopfer wurde laut Polizei vom Hubschrauber in die Klinik geflogen. Auf der ehemaligen B 7 bildeten sich lange Rückstaus.

Weiter in stationärer Behandlung

Aktuelle Angaben zum Gesundheitszustand der Unfallopfer liegen nicht vor. Am Mittwoch am Unfallort war zu hören, dass niemand akut in Lebensgefahr sei. Zum Wochenende teilte die Polizei mit, alle Drei würden sich weiter in stationärer Behandlung befinden.

Wie aber kam es, dass das Auto auf gerader, gut einsehbarer Strecke so stark in den Gegenverkehr geriet? Diese Frage stellten sich nach dem Unfall viele Menschen. Für viele lag eine Ablenkung der Fahrerin nahe, vielleicht durchs Smartphone oder durchs Autoradio. Andere spekulierten, ob sich die Schwelmerin am Steuer erschreckt haben könnte, zum Beispiel durch ein Insekt, das plötzlich durchs Fahrzeuginnere flog.

Eine andere mögliche Erklärung bringt jetzt die Polizei ins Spiel: Die Fahrerin könnte am Steuer kollabiert sein. In der Mitteilung der Polizeipressestelle heißt es dazu: „Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an, es konnten noch nicht alle Beteiligten befragt werden. Auch ein internistischer Notfall kann nicht ausgeschlossen werden“.

Mit einer Klärung der Unfallursache ist frühestens ab Montag zu rechnen.

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