Heimat

Ennepetal: In Voerde ist beim Heimatabend der Teufel los

Zickenalarm im VW Käfer beim plattdeutschen Sketch. Eigentlich wollte die Truppe nach Köln fahren, das wurde aber zu einem schwierigen Unterfangen.

Zickenalarm im VW Käfer beim plattdeutschen Sketch. Eigentlich wollte die Truppe nach Köln fahren, das wurde aber zu einem schwierigen Unterfangen.

Foto: Hans Jochem Schulte / WP

Ennepetal.  Der Voerder Heimatabend begeistert die Gäste mit einem Programm, das traditionell aber auch überraschend ist.

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Wenn Voerde außer Rand und Band ist, dann ist Heimatabend. So war es auch am Freitag in der voll besetzten Aula der Evangelischen Stiftung Loher Nocken.

Wie immer gab es in der Jahresveranstaltung des Heimatvereins Voerde einen bunten Mix aus heimatlichen Vorträgen und einen Sketch im schönsten Plattdeutsch, aber in später Stunde steht immer ein „Überraschungsgast“ auf der Bühne. Diesmal war es der Stimmenimitator Michael Birkenfeld, der das Publikum mitriss.

Mit Heino und Wolfgang Petry

Selbst der Hasper Kirmesbauer – einer der Ehrengäste – hielt es auf seinem Platz nicht aus und tanzte vor der Bühne in Schnabelschuhen steckend. Der „Wolkenschieber“ aus der Hasper Delegation stand vergnügt auf dem Stuhl.

Der Saal schien zu kochen, als der Stimmenimitator in die Rolle des Alpenrockers Andreas Gabalier schlüpfte und das „Hulapalu“ in den Saal schmetterte. Mit „Heino“ begann Birkenfelds Show und endete mit mehreren Zugaben. Als er Wolfgang Petry darstellte, schlich sich eine Gruppe junger Frauen zur Bühne und überreichte dem Künstler ein Blümchen.

Hans Martin Heimhardt und Robert Dörnen, der Vorsitzende und der Vize des Heimatvereins, führten gemeinsam durch den Abend, hießen Gäste willkommen und stellten die Akteure vor. Diesmal war der Start in den Abend anders als sonst. Plattdeutsch mit Schülern der Grundschule Altenvoerde gibt es nicht mehr. Aber das schon traditionelle Lied von Friedel Hillner „In Voerde ist der Teufel los“ wurde natürlich gesungen.

Schlauer Fuchs ist auch dabei

Dann etwas Neues: junge Mädchen, Jugendliche und Frauen der Turngemeinde Voerde eroberten die Bühne. Turnerische Gymnastik, Tanz und schöne Choreografien verzauberten das Publikum. Anke Althoetmar-Rümenapf und Lotta Hakenberg leiten montags das Training dieser TG-Formation.

Dann der Sketch in plattdeutsch: Nicola Japes, Friedel Hillner, Christina Kleine, Ilona Wiggenhagen und am Steuer Gudrun Giesick hockten in einem VW Käfer und fuhren nach Köln. Erst einmal gab es so etwas wie Zickenalarm und dann stand plötzlich noch ein Polizist (Klaus Wenderoth) im Wege. „Aussteigen, Papiere!“ Köln war nun weit weg, denn das Auto war als gestohlen gemeldet worden.

Einen Heimatabend ohne einen Auftritt der Jongleurgruppe der Evangelischen Stiftung Loher Nocken gibt es nicht. Die jungen Leute unter Leitung von Karsten Weigel bringen immer neue Lichtspiele auf die Bühne.

Zum dritten Male war nun Helmut Schulte als „schlauer Fuchs“ dabei, las einigen Behörden die Leviten und sang zwischendurch das „Fuchslied“, auf dem Akkordeon begleitet von Jürgen Schöneberg. Dabei ging es um Straßenbau in Ennepetal. Vorsitzender Heimhardt dazu: „Der Helmut macht sich viele Gedanken.“ Ein Grünkohlessen mit Mettwurst und Kassler gehört zum Heimatabend, ebenso der Kräuterschnaps und der Schlachtruf „Krut Voerde.

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