Voerder Kirmes

Ennepetal-Voerde: Der Jüngste im Bunde der Ehrennachtwächter

Olaf Steinhaus, Vorsitzender von Blau-Weiß Voerde (Mitte), wurde am Freitag, 17. Mai 2019, im Vereinsheim des Voerder Schützenvereins zum 34. Voerder Ehrennachtwächter gekürt. Hier ist Olaf Steinhaus mit Bürgermeisterin Imke Heymann, dem Vorstand des Heimatvereins Voerde, den Ehrennachtwächtern und den Blaukittelträgern im Bild.

Olaf Steinhaus, Vorsitzender von Blau-Weiß Voerde (Mitte), wurde am Freitag, 17. Mai 2019, im Vereinsheim des Voerder Schützenvereins zum 34. Voerder Ehrennachtwächter gekürt. Hier ist Olaf Steinhaus mit Bürgermeisterin Imke Heymann, dem Vorstand des Heimatvereins Voerde, den Ehrennachtwächtern und den Blaukittelträgern im Bild.

Foto: Hartmut Breyer

Ennepetal.   Olaf Steinhaus übernimmt Laterne, Horn und Hellebarde von Horst Winkel und wacht über Voerde

„Er ist der Jüngste, seit wir dieses Amt vergeben.“ Das sagte Hans Martin Heimhardt, der Vorsitzende des Heimatvereins Voerde, zur Kürung des 34. Ehrennachtwächters Olaf Steinhaus. „Das zeigt umso mehr, wie sehr sich Olli schon in Voerde verdient gemacht hat.“ In fröhlicher Atmosphäre im Vereinsheim der Voerder Schützen erhielt der neue Amtsträger die Insignien – Laterne, Horn und Hellebarde – aus den Händen seines Vorgängers Horst Winkel. Ein Jahr lang, aufgrund des vorgezogenen Kirmestermins sogar etwas länger, wird Olaf Steinhaus nun auf sein Dorf aufpassen und für Recht und Ordnung sorgen.

Sein Spitzname: Straßenkater

Hans Martin Heimhardt berichtete ein wenig aus dem Leben von Olaf Steinhaus, dessen Frau Tanja, Tochter Pia und Vater Alfred amüsiert zuhörten. So erwähnte er die Spielertätigkeit des 50-Jährigen, der seit 1981 Mitglied und seit 2000 Vorsitzender von Blau-Weiß Voerde ist, „die manchem weh getan hat.“ Von der „Steinhauser Burg“ an der Hangstraße, wo Oma, Vater, Tante und Olaf Steinhaus selbst mit seiner Familie ihre Häuser haben, wusste Heimhardt zu berichten.

Auf die Berufslaufbahn des Serviceleiters von Mercedes Jürgens blickte er und sprach das „ausgeprägte Nachtleben“ an, das Olaf Steinhaus von seiner Frau den liebevollen Spitznamen „Straßenkater“ eingebracht habe.

Nach dem Weltenbummler Horst Winkel habe man mit „Olli“ nun einen Ehrennachtwächter, der „vor Sesshaftigkeit strotzt“, so Heimhardt, der Olaf Steinhaus schließlich gemeinsam mit seinem Stellvertreter Robert Dörnen und Ehrennachtwächter Ernst-August Hübner mit Blaukittel, rotem Halstuch und schwarzer Kappe ausstattete und ihm Urkunde und Ehrenteller überreichte.

Horst Winkel übergab schließlich die Insignien und würdigte Olaf Steinhaus. Er habe ihn vor 15 Jahren über das Ennepetaler Fußballgeschehen kennen gelernt und schätze die Offenheit, Vertrauenswürdigkeit und Aufrichtigkeit seines Amtsnachfolgers.

„Das sind Eigenschaften, die einem Ehrennachtwächter gut zu Gesicht stehen“, meinte Winkel. Olaf Steinhaus habe sich große Verdienste „um einen der attraktivsten Fußballvereine in Ennepetal“ erworben und verfüge über besondere Fähigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich. Mit einem dreifach kräftigen „Kruut Voerde“ besiegelten Horst Winkel und alle Anwesenden die Amtsübergabe.

Olaf Steinhaus bedankte sich anschließend beim Heimatvereinsvorstand und den Vereinen für die große Ehre, zum Ehrennachtwächter gewählt worden zu sein. „Das zeigt, dass in den letzten 20 Jahren nicht alles falsch war“, meinte er. Sein besonderer Dank galt seiner Familie und seinen Freunden, von denen einige bei der Kürung dabei waren.

Gut im Zwischenmenschlichen

Bürgermeisterin Imke Heymann machte in ihrer Rede klar, dass die Wahl von Olaf Steinhaus sie vor ein großes Problem stelle. „Ich habe keinen Fahrer mehr“, sagte sie. „Ich habe schon einen attraktiven jungen Mann besorgt“, beruhigte der Ehrennachtwächter das Stadtoberhaupt. In den vergangenen Jahren hatte Olaf Steinhaus Imke Heymann beim Festzug immer im offenen Cabrio über die Strecke gefahren – wobei die Bürgermeisterin allerdings meistens doch zu Fuß unterwegs war. Heymann blickte auf das Sternzeichen von Olaf Steinhaus.

Hoffen auf fürchterlich tolle Kirmes

Der Löwe übernehme beruflich eine absolute Führungsrolle und dulde privat niemanden neben sich. „Er kann alles ertragen, nur nicht das Gefühl, zurückgesetzt zu werden“, erklärte Heymann. „Und er blüht auf, wenn er gebührend bewundert und angehimmelt wird.“

Nach dem offiziellen Teil gab es für die Gäste eine ambulante Versorgung mit Grillhähnchen aus einem vor dem Schützenheim stehenden Wagen und Erfrischungsgetränke. „Ich hoffe mit Euch allen auf eine fürchterlich tolle Kirmes“, sagte Hans Martin Heimhardt zum Abschluss. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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