Aktion

Ennepetaler Spieletage führen bis ins Tal der Wikinger

 Und ab geht’s: Die Helfer hatten im Vorfeld etliche von den mehr als 100 neuen Spielen getestet.

 Und ab geht’s: Die Helfer hatten im Vorfeld etliche von den mehr als 100 neuen Spielen getestet.

Foto: Angelika Trapp

Ennepetal.  Das Beste von der Spielemesse in Ennepetal. Mehr als 100 neue Spiele konnten im Mehrgenerationenhaus ausprobiert werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Genau das Richtige in der eher trüben November-Zeit: Spielen, was das Zeug hält. Punkt 15 Uhr am Samstag waren die Türen geöffnet, kurz danach stürmten Mädchen und Jungen, teilweise mit Eltern, in die Räumlichkeiten des Kinder- und Jugendtreffs im Mehrgenerationenhaus (MGH).

Bürgermeisterin Imke Heymann, die über die Fülle der Messeneuheiten, aber auch der Spieleklassiker zu den 29. Spieletagen, die man auf Herz und Nieren testen konnte, erfreut war, danke dem Team des MGH, die diesmal auch Waffeln und Getränke angeboten hatten, für die Organisation.

Spiel des Jahres

Spiele über Spiele warteten auf die Besucher. Beim Spiel des Jahres, „Just One“, dem Wortratespiel, geht es darum, dass die Spieler versuchen, gemeinsam möglichst viele geheime Begriffe zu erraten und auf diese Weise einen Highscore zu erzielen. Dabei muss immer ein Spieler einen unbekannten Begriff erraten. Die Mitspieler dürfen jeweils einen Hinweis geben, der aus einem Wort besteht. Das Ganze wird lustig, weil doppelte Hinweise herausgenommen werden. Das Partyspiel sei relativ einfach zu erlernen, so Organisatorin Sabrina Kisker, die sich freute, dass auch Bernd Scheller, seinerzeit Leiter des Kinder- und Jugendtreffs im MGH, nun Honorarkraft, eifrig mitspielte.

Mit Siria (9) und deren Mama sowie Freundin Zoe (9) hatte er sich Monopoly vorgeknöpft. „Aber das hier ist ein modernes Monopoly, denn es gibt einen Secondhand-Laden, einen Bio-Bauernmarkt und ein veganes Bistro. Lea (10) hatte sich für das Spiel „Avocado Smash“ entschieden.

Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereiches Jugend, Soziales und Bildung der Stadt Ennepetal standen den Spielern zur Seite, setzten sich zu Mädchen und Jungen und auch zu Familien an den Tisch, um Tipps zu geben. Man vertiefte sich aber auch gemeinsam in die Spielanleitungen.

Das Kinderspiel des Jahres, „Tal der Wikinger“, fordert Geschick und taktisches Denken heraus. Kegeln, Münzen klauen und nicht nass werden - das sind die wichtigsten Regeln. Gespielt wird es auf einem siebenteiligen Spielplan, auf dem ein Wikingerdorf abgebildet ist. Die maximal vier Teilnehmer müssen Fässer mit einer Kugel umwerfen, deren Farbe die Richtung bestimmt, in die die Spielerchips gezogen werden. Derjenige, dessen Fass getroffen wurde, muss sich auf dem Steg einen Schritt vorwärtsbewegen. Wer zu oft umgekegelt wird, fällt vom Steg ins Wasser.

Die Helfer hatten im Vorfeld etliche von den über 100 neuen Spielen getestet, sagte Sabrina Kisker. Die 19-jährige Noelle, die Anleitung gab, meinte: „Etwa 25, manche Spielanleitung war echt schwierig, andere dagegen sehr leicht zu verstehen.“ Es gab nichts, was es nicht gab. Man sah fantasievoll gestaltete Spielbretter und Figuren.

Lucy schnappte sich gleich das Spiel „Einhorn Glitzerglück“ und legte mit dem Papa los. Klar, dass die Sechsjährige, die die katholische Grundschule besucht, die Nase vorn hatte.

Neben den beiden Spielen des Jahres wurden zahlreiche weitere topaktuelle Spiele, die auf den Nominierungs- und Empfehlungslisten stehen, vom Fachbereich Jugend, Soziales und Bildung vorgestellt. So beispielsweise das Lernspiel „Länder Europas“. „Sehr interessant“, betonte Bernd Scheller, „aber ich werde mir das Kartenspiel L.A.M.A. kaufen.“ Zu den empfohlenen Spielen gehören noch Dizzle, Krasse Kacke, Sherlock, Flügelschlag, Carpe Diem, Paper Tales, Voll verwackelt oder auch Monsterbande. „Neue Spiele sind richtig teuer, beispielsweise kostet das Kennerspiel `Das tiefe Land` um die 50 Euro“, sagte Sabrina Kisker.

Während der Spieletage könne man erst einmal testen, ob einem das Spiel gefalle. Auch Spieleklassiker aus den vergangenen 70 Jahren wie „Schwarzer Peter“, „Fang den Hut“ und „Spitz pass auf“ waren im Angebot. Es war schön, so viele kleine und große Menschen gemeinsam spielen an einen Tisch zu sehen – und Imke Heymann spielte eifrig mit: Memory.

Ein Kindergarten, so Sabrina Kisker, habe sich schon angemeldet und auch eine OGS-Klasse. Bis zum 13. November von 16 bis 21 Uhr sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene aller Generationen dazu eingeladen, sich umzuschauen und neue Spiele kennenzulernen. „Auch hier stehen den Besuchern geschulte Mitarbeiter zur Verfügung“, betonte Kisker.

Bewohner des Hauses Elisabeth, die traditionell mit Michael Schürmann kommen und stets Spaß haben, Neues auszuprobieren, hatten sich am Sonntag beim gemeinsamen Spiel vergnügt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben