Brand

Schrottberge und Seecontainer brennen bei Firma in Ennepetal

Die Kölner Straße ist während der Löscharbeiten bei der Firma Altfeld komplett gesperrt. Dort brennen Schrott und Seecontainer. Die Kripo wird wohl am Dienstag die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen.

Foto: Stefan Scherer

Die Kölner Straße ist während der Löscharbeiten bei der Firma Altfeld komplett gesperrt. Dort brennen Schrott und Seecontainer. Die Kripo wird wohl am Dienstag die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen. Foto: Stefan Scherer

Ennepetal.   Bei der Firma Altfeld in Ennepetal hat es gebrannt. Die Feuerwehr bat die Bevölkerung, Fenster geschlossen zu halten. Ursache ist jetzt bekannt.

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Der beißende Rauch war in weiten Teilen Ennepetals und auch im benachbarten Gevelsberg zu riechen. Die Feuerwehr bat die Bevölkerung am Montagabend, Türen und Fenster geschlossen zu halten, als die Einsatzkräfte mehrere Stunden lang ein Feuer auf dem Hof der Entsorgungsfirma Altfeld bekämpften.

Technischer Defekt löst Großbrand aus

Ein technischer Defekt der Schrottschere hat offenbar den Großbrand auf dem Gelände der Ennepetaler Firma Altfeld an der Kölner Straße ausgelöst. Zu diesem Ergebnis kamen die Brandermittler der Polizei. Ein Fremdverschulden könne demnach ausgeschlossen werden.

Am Montagabend gegen 20.55 Uhr war auf dem rückwärtig gelegenen Teil des Firmengeländes eine 700-Tonnen-Schrottschere in Brand geraten. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen Schrottberge, eine schwere Presse und mehrere Seecontainer im hinteren Bereich des Entsorgungsunternehmens lichterloh in Flammen. Eine dicke Rauchsäule stieg in den Abendhimmel auf, rund um die Einsatzstelle regnete die Asche hernieder. „Wir greifen das Feuer sowohl von der Kölner Straße als auch von der Kehr aus an“, sagte der Ennepetaler Wehrleiter Frank Schacht.

Kölner Straße komplett gesperrt

Das Feuer erfasste 18 übereinander gestapelte Überseecontainer und breitete sich auf einen etwa 200 Quadratmeter großen Schrotthaufen aus. In einem der Überseecontainer waren 500 Liter Diesel gelagert. die bereits ebenso erhitzt waren wie ein angrenzender Container mit ca. 20 Druckgasbehältern, darunter auch Acetylengasflaschen. Aufgrund der Druckgasbehälter musste die Wehr zwischenzeitlich angrenzende Gebäude in der Straße „An der Kehr“ räumen. Trupps unter schwerem Atemschutz kühlten aus der Deckung die Gasflaschen und die Dieselcontainer massiv mit Wasser. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Acetylengasflaschen nicht befüllt waren. Es sei davon somit zu keiner Zeit eine Gefahr ausgegangen, teilte die Polizei gestern mit.

Gestern sichteten die Brandermittler der Polizei den Brandort ausgiebig und werteten die vorhandenen Spuren aus. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass ein Kabelbrand oder Kurzschluss an der Schrottschere zu dem Brand geführt haben muss. Ausgang des Feuers sei der Motorbereich des Gerätes gewesen, von wo sich die Flammen auf das Führerhaus ausgebreitet hätten. Diesel als Treibstoff der Maschine und Hydrauliköl hätten dann dafür gesorgt, dass die Schere in vollem Maße brannte. Durch die Flammen wurden anliegende leere Überseecontainer äußerlich beschädigt, so die Polizei weiter.

Bei dem Großeinsatz neben der Ennepetaler Wehr auch Feuerwehren aus den Nachbarstädten unterstützend mit Wasserwerfern und Löschmitteln im Einsatz. Da Diesel im Löschwasser festgestellt wurde, verlegte ein ABC-Zug der Feuerwehren Witten und Gevelsberg eine Ölsperre auf der angrenzenden Ennepe. Eine Einheit des DRK sicherte die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und Speisen.

>>> HINTERGRUND:

  • Die Firma Altfeld an der Kölner Straße ist auf Recycling und Entsorgung spezialisiert

  • Kerngeschäft ist der Handel mit verschieden aufbereiteten Schrottsorten. Zudem werden zahlreiche Arten von Abfällen aufbereitet und sortiert.

  • Altfeld hat einen zweiten Standort in Gevelsberg an der Mühlenstraße.

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