Preis

Filmriss-Kino Gevelsberg von Filmstiftung ausgezeichnet

Zum 29. Mal wurde der Kinoprogrammpreis NRW verliehen.  Hier im Bild Pate und Schauspieler Detlev Buck („Lindenberg! Mach Dein Ding“) mit Julia Thomé vom Filmriss-Kino in Gevelsberg

Zum 29. Mal wurde der Kinoprogrammpreis NRW verliehen. Hier im Bild Pate und Schauspieler Detlev Buck („Lindenberg! Mach Dein Ding“) mit Julia Thomé vom Filmriss-Kino in Gevelsberg

Foto: Privat / WP

Gevelsberg.  Das Filmriss-Kino in Gevelsberg ist mit dem Kinoprogrammpreis und 5000 Euro ausgezeichnet worden. Das Geld fließt auch in neue Projekte.

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Das Filmriss freut sich über eine ganz besondere Auszeichnung der Filmstiftung NRW: Das Gevelsberger Kino wurde mit dem Kinoprogrammpreis bedacht. Filmriss-Gründer Klaus Fiukowski freut sich über diese besondere Wertschätzung sowohl für die Filmauswahl als auch das Kinder- und Sonderprogramm, wie die Jury erklärt. Dafür gibt es 5000 Euro als Finanzspritze für die weitere Arbeit.

Der Preis

„Ganz überraschend kam der Preis nicht“, sagt Julia Thomé. Das Filmriss gehört fast von Anfang an regelmäßig zu den Preisträgern. Ein großes Lob für die Arbeit in Gevelsberg, über das sich die Verantwortlichen sehr freuen. Immerhin: In diesem Jahr gab es mehr als 200 Bewerber, nur 64 wurden prämiert. Das Geld schafft weiteren Spielraum für außergewöhnliche Veranstaltungen und Filme. Was das Filmriss außerdem von vielen anderen Lichtburgen abgrenzt? „Wir sind ein Filmkunst-Theater“, sagt Julia Thomé, also Kino und Theater gleichermaßen, mit allen Möglichkeiten.

Neu im Programm

Am 5. Dezember startet ein neues Angebot für Senioren. Immer am ersten Montag im Monat gibt es ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen und ab 15 Uhr einen Wunschfilm auf der Leinwand zu sehen. Los geht es mit dem Publikumshit „Der Junge muss an die frische Luft“, der Buchverfilmung von Hape Kerkeling. Am 6. Januar ist die Komödie „Ich war noch niemals in New York“ mit vielen Udo Jürgens Songs zu erleben. Danach entscheiden die Gäste selbst, was sie sehen möchten und wählen aus drei Vorschlägen aus. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, ein Programm speziell für ältere Kinobesucher anzubieten“, erklärt Julia Thomé und ist gespannt, wie das Angebot ankommt. Kooperationspartner für das monatliche Montagskino sind die Stadt und die AWo.

Aktuelle Projekte

Die jüngsten Kinobesucher hat das Filmriss schon lange im Bick – auch über das Leinwandgeschehen hinaus. Im Januar und Februar findet wieder die Schulkinowoche statt. Auch das Figurentheater kommt bei den Zuschauern an. „Die letzten Veranstaltungen waren alle ausverkauft“, sagt Julia Thomé und betont, dass auch 2020 Figurentheaterauftritte geplant sind. Den Abschluss in diesem Jahr macht Papperlapupp!: Die Weihnachtsgans Auguste am 8. Dezember. Die Leselust gehört ebenso zum festen Programm wie die Frauenfilmwoche, die wieder im März geplant ist.

Für die besondere Kinofilmauswahl ist Julia Thomé zuständig. Erst kürzlich war sie auf der Leipziger Filmkunstmesse und konnte sich einen Überblick über die Filme verschaffen, die noch in die Kinos kommen. Dank der finanziellen Unterstützung der Filmstiftung „können wir uns auch mal trauen, kleinere Filme zu uns zu holen, die zwar überzeugen und sehenswert sind, aber nicht das große Publikum ansprechen.“

Weihnachten

Seit Monaten ausverkauft die Marc Weide-Zaubershow. Der Gevelsberger nutzt drei Abende (20., 21. und 22. Dezember) die Filmriss-Bühne, um sich auf seine neue Tour vorzubereiten. Eine Vorpremiere mit Heimvorteil

Vormerken sollten sich die Gevelsberger zwei weitere Termine, für die sind auch noch Karten zu haben: Am 13. Dezember „Brennt der Baum“ beim Auftritt der beiden Kabarettistinnen Kent & Mense-Moritz und am 15. Dezember ist wieder Rudelsingen angesagt – mit einem Weihnachtslieder-Spezial.

Erstmals öffnet das Filmriss auch an Weihnachten und zwischen den Tagen. „Wir wollen mal schauen, wie das angenommen wird.“

Ausblick

2018 zählte das Filmriss 7500 Besucher. In diesem Jahr sind es bereits jetzt schon mehr als 13.000. Der starke Zuwachs hat mehrere Gründe, wie Julia Thomé erklärt.

Ein außergewöhnlicher Kassenschlager war „Der Junge muss an die frische Luft“. Noch kein Film wurde so oft in Gevelsberg verlängert, wie dieser Streifen, auch die Besucherzahl war überwältigend. Sehr gut besucht waren auch Bohemien Rhapsody und Green Book. Viele Menschen kamen auch zum Open-Air-Kino. Erhöht wurde auch die Anzahl der Kinovorstellungen. 2017 waren es 375, in diesem Jahr bereits 411. „Wir verstehen uns als Ort der Begegnung und versuchen hier deshalb ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen.“ Beim Publikum kommt es an. Und bei der Fachjury erst recht.

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