Stadtteilarbeit

Gevelsberg: Anja Steller ist die neue Kümmerin im Quartier

Anja Steller (rechts) ist die neue Quartiersmanagerin, hier begrüßt von Bürgermeister Claus Jacobi. Im Hintergrund von links Gabriele Schumacher, Annette Figge-Kinner, Renate Haumann, Ilka Schulte

Anja Steller (rechts) ist die neue Quartiersmanagerin, hier begrüßt von Bürgermeister Claus Jacobi. Im Hintergrund von links Gabriele Schumacher, Annette Figge-Kinner, Renate Haumann, Ilka Schulte

Foto: Carmen Thomaschewski / WP

Gevelsberg.  Anja Steller ist die neue Quartiersmanagerin für die Gevelsberger Stadtteile Vogelsang und Berge.

Die Familie Steller ist am Vogelsang eine Institution und seit Generationen im Stadtteil eng verwurzelt. Doch nicht nur die Tatsache, dass Anja Steller hier aufgewachsen ist, die Menschen und ihre Wünsche von klein auf kennt, sondern insbesondere ihre berufliche Qualifikation macht sie zur passenden Nachfolgerin von Regina Potarczyk – als Quartiersmanagerin für die Stadtteile Vogelsang und Berge.

Hand in Hand mit den Akteuren

Sie ist ein altbekanntes und doch neues Gesicht im Bürgerhaus Alte Johanneskirche. Sie wurde hier getauft und konfirmiert, erlebte viele Veranstaltungen als Besucher und ist nun selbst dafür verantwortlich, das Haus mit Leben zu füllen. Auch die Weiterentwicklung des Nachbarschaftstreffs in Berge gehört zu ihren Aufgaben.

Jetzt gehe es für die 47-Jährige aber erst einmal darum, das große Netzwerk und alle Akteure kennen zu lernen, die in den vergangenen Jahren schon so viel geleistet und aufgebaut haben. Allen voran Regina Potarczyk, die im Jahr 2009, nach der Umgestaltung der ehemaligen evangelische Kirche durch die Stadt Gevelsberg, die Leitung des so neu entstandenen Bürgerhauses Alte Johanneskirche im Ortsteil Vogelsang übernommen hatte. In diesem Jahr wurde zehnjähriges Bestehen gefeiert und Regina Potarczyk ging in den Ruhestand. Ihre Aufgaben hat nun Anja Steller übernommen?

Warum sich die Stadt Gevelsberg für sie entschied? „Weil sie eine enge Beziehung zum Vogelsang hat und trotzdem den Blick von außen mitbringt“, erklärt Bürgermeister Claus Jacobi. Von 2006 bis 2017 arbeitete sie in Irland und kümmerte sich als Diplom-Sozialarbeiterin um Jugendliche in schwierigen Lebenslagen. Nach ihrer Rückkehr nach Gevelsberg arbeitete sie mit Flüchtlingen in Hagen. Jetzt möchte sie sich mit den Menschen vor Ort und den vielen Helfern dafür einsetzen, „dass das Quartier noch schöner und besser wird“, wie sie erklärt. Viele Strukturen seien schon da, darauf will Anja Steller aufbauen.

„Es hat sich viel getan“

„Es hat sich hier viel getan“, sagt sie und erinnert sich gerne an ihre Jugend, ihre Zeit im Breddepark, zuhause bei ihren Eltern Rolf und Uschi , die viele Jahre die Gaststätte Steller am Ufer betrieben. Wie ihre Großeltern Hedwig und Erich und ihre Urgroßeltern zuvor auch. „Viele kennen mich hier länger als ich mich kenne“, sagt Anja Steller und lacht. Sie freut sich, wieder in Gevelsberg zu sein und auf ihre Aufgabe, ihre alte Heimat noch lebenswerter zu gestalten. Ohne sich bereits festzulegen, könnte sie sich vorstellen, das Angebot für Senioren und Erwachsene auszuweiten und für Kinder und Jugendliche. Wichtig sei ihr, „Hand in Hand mit den Akteuren vor Ort zu arbeiten.“ Und davon gibt es einige. Jetzt geht es erst einmal darum, das Programm für das Bürgerhaus für das kommende Jahr zusammen zustellen.

„Einige Termine stehen schon fest“, erklärt Annette Figge-Kinner aus dem Stadtteilbüro. Es wird natürlich wieder ein Stadtteilfest geben, die Lange Tafel des Adventsbasar und viel Musik und Kabarett. Bereits zugesagt haben auch Lucy van Kuhl und Michael Fitz. Auch das sind mittlerweile alte Bekannte im Bürgerhaus Alte Johanneskirche.

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