Schulweg

Gevelsberg: Eltern gefährden Schulweg an Pestalozzischule

Achtung Schulweg: Eltern sollen zum Schutz ihrer Kinder nur in bestimmten Bereichen halten. Diese sind mit roten und grünen Männchen gekennzeichnet.

Achtung Schulweg: Eltern sollen zum Schutz ihrer Kinder nur in bestimmten Bereichen halten. Diese sind mit roten und grünen Männchen gekennzeichnet.

Foto: Carmen Thomaschewski / WP

Gevelsberg.  „Einige würden ihre Kinder am liebsten bis auf den Schulhof fahren“, sagt Diana Hunold-Heymann, Konrektorin der Pestalozzi-Schule.

Parkende Autos an unübersichtlichen Stellen, offenstehende Autotüren, blockierte Radwege oder auf dem Bürgersteig wendende Autos: Das sorgt immer wieder für gefährliche Situationen an der Pestalozzischule in der Teichstraße. Das Paradoxe daran: Es sind vor allem Eltern, die den Schulweg ihrer Kinder damit unsicher machen.

Parkplatzsituation angespannt

Die Schulwegsicherung an der Grundschule ist seit Jahren ein Dauerthema – und eine Lösung für das Problem sei bisher noch nicht so recht gefunden, sagt Diana Hunold-Heymann, die Konrektorin der Pestalozzi-Schule. Es sei sehr schwierig, die Eltern zu bremsen. „Einige würden ihre Kinder am liebsten bis auf den Schulhof fahren.“

Sie weiß, dass die Parkplatzsituation rund um die Schule angespannt ist, dass viele Eltern morgens zur selben Uhrzeit kommen, Zeitnot herrscht und es sich dann drubbelt. Wenn die Eltern ihre Kinder nur ein Stück weit weiter weg von der Schule aussteigen lassen würden, würde das schon für erhebliche Entspannung sorgen, da ist sich die Schulleitung sicher und macht sich schon seit vielen Monaten stark für mehr Einsicht bei den Eltern.

Es hat schon viele Gespräche und Elternabende dazu gegeben, es wurden Infozettel verteilt, sogar Zeichnungen, wo die Kinder aus dem Wagen gelassen werden sollen und wo nicht. Und auch die Polizei ist morgens verstärkt unterwegs.

Weil sich nicht viel änderte, gingen die Kinder sogar auf die Straße, machten mit einer Menschenkette ihre Forderung nach mehr Sicherheit deutlich.

Auch bei der Stadtverwaltung und in der Politik ist das Thema längst angekommen. Schule, Verkehrsbehörde und und Polizei haben daraufhin gemeinsam einige Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Das Halteverbot in der Teichstraße wurde auf Anregung der Schulleitung verlängert. Im Rahmen einer Projektarbeit hat die Schule gelbe Fußspuren entlang des Gehweges aufgetragen, um den Schulweg auch optisch deutlich hervorzuheben. Und es wurden auch riesige Fußgänger-Piktogramme auf die Fahrbahn gebracht, damit auch der letzte Autofahrer sieht, dass hier Kinder unterwegs sind. In der Teichstraße und der Taubenstraße haben die Technischen Betriebe außerdem von der Schule beschaffte Kinderfiguren angebracht. Die Roten zeigen, wo nicht gehalten werden soll, die Grünen signalisieren den Bereich, der die Eltern ihre Kinder aussteigen lassen können. In Absprache mit der Polizei bittet die Schule darum, zur Verabschiedung nur noch in dem grün markierten Bereich (siehe Grafik) anzuhalten. Auch der kleine Schotterparkplatz zu Beginn der Teichstraße wäre eine Alternative, sagt Diana Hunold-Heymann.

Schreiben an die Eltern

Die Schulanfänger in diesem Jahr haben ein Schreiben mit nach Hause genommen, in dem die Verkehrsproblematik und der Lösungsvorschlag der Schule erläutert wird. „Bitte unterstützen Sie diese Aktion. Nur gemeinsam können wir etwas bewirken“, heißt es in dem Infoblatt.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben