Handwerk

Grabsteine sind Passion der Schwelmerin

Mit einer Bronzemedaille ist  die Grabstele der Schwelmer Steinmetz- und Bildhauerin-Meisterin Dagmar Kessler auf der Bundesgartenschau in Heilbronn prämiert worden.

Mit einer Bronzemedaille ist die Grabstele der Schwelmer Steinmetz- und Bildhauerin-Meisterin Dagmar Kessler auf der Bundesgartenschau in Heilbronn prämiert worden.

Foto: Bernd Richter

Schwelm.  Mit einer Bronzemedaille ist Dagmar Kessler von der Bundesgartenschau zurückgekehrt. Die Schwelmerin ist Steinmetz- und Bildhauermeisterin.

Mit einer Bronzemedaille der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft (BUGA) ist die Steinbildhauer-Meisterin Dagmar Kessler (58) von der Bundesgartenschau in Heilbronn zurückgekehrt. Die Schwelmer Unternehmerin, die ihren Betrieb in der Hauptstraße 19 hat, zeigt dort den Entwurf für ein Wahlgrab, hochwertig gestaltet mit einem persönlichen Grabzeichen.

Lob vom Bundesverband

Dagmar Kessler bekam die Bronzemedaille aus den Händen von Rüdiger Gekhardt, Ausstellungsbevollmächtigter der Deutschen BUGA-Gesellschaft, und Hermann Rudolph, Stellvertretender Bundesinnungsmeister vom Bundesverband Deutscher Steinmetze, überreichte. „Mit dieser besonderen Umsetzung zeigt der Steinmetz, welche zentrale und sehr persönliche Rolle das Grabmal auf einem Grab haben kann und wie besonders es ist, einen handwerklichen Gestalter mit einer solch wichtigen Aufgabe zu betreuen“, lobt der Bundesverband Deutscher Steinmetze mit Sitz in Frankfurt in einer Pressemitteilung die Arbeit von Dagmar Kessler.

In einer persönlichen Beratung zeige die Steinmetzin aus Schwelm das Zusammenspiel der Gestaltungselemente wie Ornament und Inschrift. Indem die Charaktereigenschaften, Vorlieben oder Hobbys des verstorbenen und die Wünsche und Möglichkeiten der Angehörigen sorgfältig in Einklang gebracht werden, entstehe ein ganz persönliches Grabzeichen.

Dauergast auf Bundesgartenschau

Die Schwelmer Steinbildhauer-Meisterin ist mit eigenen Arbeiten schon Dauergast auf den Bundes- und Landesgartenschauen, in früheren Jahren noch gemeinsam mit ihrem verstorbenen Mann Hans-Walter Kessler. „Mit 16 Jahren bin ich in die Lehre gegangen, mit 18 Jahren habe ich bereits meinen ersten Stein auf der Bundesgartenschau gehabt. Dafür gab es eine Bronzemedaille“, erinnert sich Dagmar Kessler an die Anfänge ihrer beruflichen Karriere. Bis auf wenige Ausnahmen waren die Kesslers aus Schwelm bei jeder Landes- und Bundesgartenschau mit Arbeiten in Stein vertreten. Und die nächste Landesgartenschau steht 2020 vor der Tür. „In dieser Woche reiche ich meinen Entwurf für die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort ein. Es ist eine kleine Steele. Auch der Vorentscheid ist schon ein Wettbewerb“, sagt die Handwerksmeisterin und hofft natürlich, im kommenden Jahr wiederholt eingeladen zu werden.

Insgesamt zeigt die Sonderschau „Grabgestaltung und Denkmal“ auf der BUGA 66 Muster-Grabzeichen. Die Entwürfe umfassen Urnengräber, Erdbestattungen und Gemeinschaftsanlagen. Laut Bundesverband schrieben viele Besucher ins Gästebuch, dass diese Ausstellung der schönste Teil der Bundesgartenschau sei. Die BUGA in Heilbronn ist noch bis einschließlich 6. Oktober 2019 geöffnet.

Weiterer Grabzeichenwettbewerb

Bundes- und Landesgartenschauen wechseln sich in Deutschland im jährlichen Rhythmus ab. Die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort findet vom 17. April bis 11. Oktober statt. Das Landesgartenschaugelände umfasst das Kloster Kamp und das ehemalige Bergwerk West, den Zechenpark. Dieser Zechenpark wird sich im kommenden Jahr als moderner Stadtpark präsentieren und bietet auf etwa 25 Hektar viel Raum für unterschiedlich attraktive Flächen. Der Landesinnungsverband des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks Nordrhein-Westfalen unterstützt die Landesgartenschau mit einem Grabzeichenwettbewerb. Dafür ist ein etwa 2000 m2 großer Ausstellungsbereich für Mustergrabanlagen vorgesehen. Gezeigt werden sollen besondere Grabmale, wie es in den Ausschreibungsunterlagen der Landesinnung heißt. Den Preisträgern winken erneut Gold-, Silber- und Bronzeauszeichnungen, sowie ein Sonderpreis für ein besonders innovatives Konzept.

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