Kneipen-Kwiz

Heimatverein Voerde holt den Sieg

Moderator Jan Schulte (links) gratuliert Irina Gianfelici (Gruppe Spender Hirn Faszien, 2. Platz), Hanna Kruzycki (vom Sieger Heimatverein Voerde) und Markus Erdhütter (3. Platz Gruppe Dr. Klimke auf Algrich, von links). Im Hintergrund Moderator Max Bülau.

Moderator Jan Schulte (links) gratuliert Irina Gianfelici (Gruppe Spender Hirn Faszien, 2. Platz), Hanna Kruzycki (vom Sieger Heimatverein Voerde) und Markus Erdhütter (3. Platz Gruppe Dr. Klimke auf Algrich, von links). Im Hintergrund Moderator Max Bülau.

Foto: Hans-Jochem Schulte

Ennepetal.  Die als Dauersieger favorisierte Gruppe „Staras“ ist vom Thron gestürzt. Den Sieg in der Rosine holte sich die Gruppe vom Heimatverein Voerde.

Es ist passiert! Das Kneipen-Kwiz am Samstagabend im Hotel-Restaurant „Rosine“ in Voerde meldete eine Rekordbeteiligung, und auch die als Dauersieger favorisierte Gruppe „Staras“ ist vom Thron gestürzt. Nach spannenden Stunden mit viel Spaß stand fest: Das Team des Heimatvereins Voerde mit Hanna, Isabella und Magdalena Kruzycki, Gudrun Giesick, Horst Winkel und Patrick Reimann ist der Sieger des Tages. Als Hanna Kruzycki auf der Bühne den WR-Pokal von den Moderatoren Jan Schulte und Max Bülau entgegennahm, sagte sie in Richtung Publikum: „Das gewonnene Geld geben wir weiter an den Ennepetaler Tafelladen!“ Noch einmal Beifall.

Auch ohne Sieg ein großer Spaß

Alle Teilnehmer der 27 Teams mussten 1 Euro bezahlen. Dieses Geld erhielt das Siegerteam. Für das zweitplatzierte Team namens „Spender Hirn Faszien“ nahm Irina Gianfelici einen Pokal entgegen, und Markus Erdhütter vom Team „Dr. Klimke auf Ahlgrich“ stand als Vertreter der Drittplatzierten auf der Bühne, ebenfalls mit einem Pokal dieser Zeitung in der Hand. Der Heimatverein Voerde übrigens wurde 2017 Jahressieger. Für Hanna Kruzycki macht die Teilnahme immer großen Spaß, „auch wenn man nicht zu den Siegern zählt!“

Was man braucht, ist Freude am Ratespiel, und eine große Portion Humor. Moderator Jan Schulte kann wortgewandt austeilen und dabei sich selbst krümmen vor Lachen. So ist das beim Kneipen-Kwiz, das nun zum zweiten Male von der Westfalenpost und der Westfälischen Rundschau präsentiert wurde. Wer in den vergangenen Tagen eine dieser Zeitungen aufmerksam studiert hatte, der wusste, wie es um den Spargel steht und dass die gesuchte Schlagzeile im Lokalteil am Samstag hieß: „Kreuz Ass holt Phil Taylor erneut“.

Kurz vor 19 Uhr. Die Kwiz-Hymne „Das ganze Leben ist ein Spiel“ dröhnt aus den Lautsprechern und an den Tischen der Teams mit den Namen „Besser-Nichtwisser, „die Intelligenzverweigerer“ und die „Klugscheißer“ und den anderen wird es ruhig. Das Damenteam „Die Fuchsien“, eine Hommage an die Ennepetaler Füchse, war ausnahmsweise mit Mann gekommen und hatte schon Weißwein geordert, und das von jungen Frauen gebildete Team „Clueless“ war bestens gelaunt, und das sie wegen ihrer Teilnahme „Welpenschutz“ genossen, so Jan Schulte, nahmen sie mit Humor. Moderator Max Bülau formulierte die bei allen Kwiz-Veranstaltungen gefürchteten Knobelfragen. Es wurde gerechnet, Köpfe schienen zu rauchen, Papier knisterte. Handys durften ja nicht eingesetzt werden. Der Mogelfaktor wäre zu groß und die Spannung futsch. Für die Pause nach der ersten der drei Runden wurden an manchen Tischen schon die Zigaretten gezückt und die „Dampfer“ gefüllt. Doch bis dahin mussten sie noch aushalten, was ihnen Jan Schulte lächelnd zu sagen hatte, so das doppeldeutige „Das Fleisch ist willig, doch der Geist schwach!“ Doch als nach der ersten Runde die Auswertung vorlag, fand Jan Schulte eine freundliche Geste gegenüber den Teams: „Ich liebe eure Kreativität“. Damit hat er alles gesagt. Die richtigen Antworten gewürdigt und die falschen mit dem Tuch der Gnade bedeckt. Als es später um den Kaiserschnitt ging, und man beim Caesar war, ging es hin bis zu Caesars Palace. Ein lautes Lachen im Saal, denn so nennt sich ein Swingerclub im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis.

Fragen mit Ennepetal-Bezug

Der Moderator spann den Faden weiter, und das Publikum machte mit. Was im Laufe des Abends zum Vorschein kam: Die Internet-Filmpräsentation auf der Stadtseite unter dem Titel „Echt Ennepetal“ war bei den meisten Akteuren unbekannt. Aber nun wissen sie ja, was sie sich mal ansehen müssen, denn es könnte ja ein Thema beim nächsten Kneipen-Kwiz werden.

Fragen aus der Politik, Rock- und Pop-Welt, auch Helene Fischers jüngster Ärger war dabei, sorgten für intensives Nachdenken. Wer hat nun das aus den Lautsprechern plärrende Liedchen „Ich kann an keinem Girl vorübergehen“ geträllert? Ulli Potowski war es im Jahre 1969 und das ist verdammt lang her.

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