Fußball-Star

Lukas Klostermann gründet Verein für guten Zweck

Hier ist Lukas Klostermann beim EM-Qualifikationsspiel gegen Nordirland am Ball.

Hier ist Lukas Klostermann beim EM-Qualifikationsspiel gegen Nordirland am Ball.

Foto: Simon Hofmann / Bongarts/Getty Images

Gevelsberg.  Fußballprofi Lukas Klostermann aus Gevelsberg versteigert persönliche Fußballartikel für den guten Zweck. Die Auktionen enden am Freitag.

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„Sportlich hätte es für mich nicht besser laufen können“, sagt Lukas Klostermann. Der Gevelsberger ist Bundesliga-Stammspieler bei RB Leipzig und hat sich auch in der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft durchgesetzt – und das mit 23 Jahren. Weil er etwas zurück geben will, Menschen helfen möchte, denen es nicht so gut geht, hat er den Verein „Bright Side for Kids“ gegründet.

Lukas Klostermann ist ein bodenständiger Typ. Wann immer er Zeit hat, fährt er nach Hause zu seinen Eltern nach Gevelsberg, verbringt Zeit mit seinen alten Freuden. Mit sechs Schulfreunden aus Gevelsberg und Umgebung hat er auch den Verein gegründet.

Jeder Euro zählt

„Am Anfang haben wir uns kein konkretes Ziel gesteckt“, sagt er. Was aber sicher war, dass Kinder in allen Lebenslagen unterstützt werden sollen. Einige kleinere Aktionen mit dem Hospiz Emmaus in Gevelsberg hat sein Verein schon gemacht, aktuell läuft eine Auktion für den guten Zweck, bei der ganz persönliche Dinge von Lukas Klostermann versteigert werden. Sein Nationaltrikot von seinem Nationalmannschaftsspiel gegen Estland, das Trikot der U21-Auswahl, Kapitänsbinden und ein Fanschal: Fußball-Devotionalien, die das Fan-Herz schneller schlagen lassen.

Ob es ihm schwer fällt, diese Erinnerungsstücke abzugeben? „Nein, sie kommen ja in gute Hände“, sagt er und lacht. Er hat schon mehrere Trikots über die Auktionsplattform versteigert, einige auch in Kooperation mit den Taubenvätern. Eins hatte ein Gevelsberger Unternehmer ersteigert. Und da Lukas Klostermann so oft er kann in Gevelsberg ist, hat er das gute Stück persönlich überreicht. „Er hat sich riesig gefreut und es war ein schöner persönlicher Kontakt.“

Die derzeitigen Auktionen laufen noch bis Freitagnachmittag und sind schon jetzt ein riesiger Erfolg. Mehr als 1600 Euro Erlös stehen bisher zu Buche. Das Geld ist für das Hospiz Emmaus und das Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig bestimmt. „Ich weiß, dass die Hilfe dort benötigt wird und auch direkt ankommt“, sagt er und überlegt schon, was man als nächstes tun kann. „Jeder Euro zählt“, weiß Klostermann und kann sich auch vorstellen, wieder mit den Taubenvätern zu arbeiten. Er verfolge, was der Verein in seiner Heimat leistet, vor allem, wenn wieder Zehntausende Euro ausgeschüttet werden. Vor zwei Jahren versteigerte der Verein zusammen mit Lukas Klostermann ein RB Leipzig-Trikot. Jedes Los kostete gleich viel, der Gewinner wurde gezogen. „So etwas möchte ich wieder machen, damit nicht nur diejenigen eine Chance haben, die es sich leisten können, sondern alle.“

Lukas Klostermann geht es bei seinem Einsatz auch um seine Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche. Als Fußballprofi stehe er sehr in der Öffentlichkeit und möchte vorleben und daran appellieren, dass es richtig ist, sich einzubringen, dass der soziale Gedanke zählt.

Was sich an seinem Leben am meisten geändert hat? „Dass ich nicht mehr zu Hause lebe, sondern in Leipzig.“ Er freue sich aber schon darauf, über die Weihnachtstage wieder zu Hause in Gevelsberg zu sein. Am 21. Dezember sei das letzte Spiel vor der Winterpause und die Weihnachtsfeier, danach mache er sich auf den Weg nach Gevelsberg. Dann werde gemeinsam gegessen, Zeit verbracht und Freunde getroffen. „Geändert hat sich zum Glück nichts. Meine Freunde sehen mich immer noch so, wie ich bin und sie mich aus der Schule kennen.“

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