Gesundheit

Noroviren im Ennepe-Ruhr-Kreis – so kann man sich schützen

Eine Ansteckung mit Noroviren kommt im Herbst und Winter besonders häufig vor. 299 Fälle gab es 2018 im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Eine Ansteckung mit Noroviren kommt im Herbst und Winter besonders häufig vor. 299 Fälle gab es 2018 im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Foto: AOK / hfr

Ennepe-Ruhr.  Die AOK warnt vor der Ansteckung mit Noroviren. 299 Fälle gab es im Ennepe-Ruhr-Kreis im vergangenen Jahr. So kann man sich schützen.

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Sie verursachen Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle, sind hochansteckend und verbreiten sich rasend schnell: Noroviren. Anstecken kann man sich zwar das ganze Jahr über, aber im Herbst und Winter kommt das besonders häufig vor. 2018 gab es laut Robert-Koch-Institut im Ennepe-Ruhr-Kreis 299 Fälle von Gastroenteritis, verursacht durch das Norovirus. Das teilt die AOK Nordwest auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit.

„Wo viele Menschen zusammen sind, wie beispielsweise in Kindergärten, Altenheimen und Krankenhäusern, können sich die Viren sehr schnell ausbreiten. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren und ältere Menschen. Umso wichtiger ist es, bestimmte Hygieneregeln zu beachten, die vor den Erregern schützen können“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Schwach, matt, Bauchschmerzen

Die Infektion verläuft in der Regel kurz und heftig: Sie beginnt plötzlich mit schwallartigem Erbrechen oder starkem Durchfall. Betroffene fühlen sich schwach und matt, haben oft Bauch-, Kopf- und Gliederschmerzen, gelegentlich leichtes Fieber. Dann heißt es: Bettruhe einhalten, viel trinken und sich mit Schonkost begnügen. Damit ist die Infektion nach ein bis zwei Tagen meistens überstanden. Kinder und Senioren können bei länger anhaltenden Durchfällen Kreislaufprobleme bekommen, weil sie über geringere Flüssigkeitsreserven verfügen.

Über Stuhl und Erbrochenem scheiden die Erkrankten die Viren aus, die dann hauptsächlich über eine Schmierinfektion von Mensch zu Mensch oder verunreinigte Gegenstände übertragen werden. Die Erreger können auch über die Luft durch kleine Tröpfchen übertragen werden. Es kann also reichen, sich mit dem Erkrankten in einem Zimmer aufzuhalten, um sich zu infizieren. Um niemanden anzustecken, sollten die Betroffenen deshalb bis zwei Tage nach Abklingen der Symptome möglichst abgeschirmt bleiben. Das heißt, Kontakte mit anderen Menschen auf ein Minimum reduzieren, eigene Handtücher und Hygieneartikel nutzen, wenn möglich auch eine eigene Toilette.

Hände gründlich reinigen

Eine grundlegende Hygienemaßnahme ist, sich die Hände immer wieder zwischendurch gründlich mit Seife zu waschen. Räume regelmäßig lüften und bei der Pflege und bei Reinigungsarbeiten Einmalhandschuhe und Einmaltücher verwenden. Benutzte Wäsche bei mindestens 60 Grad waschen.

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