PCB-Belastung

PCB in Ennepetal: Erste Ergebnisse wohl erst im Dezember

Wegen PCB wurde Ennepetaler Anwohnern geraten, jegliches Gemüse und Obst aus Nutzgärten in Oelkinghausen und Büttenberg vorsorglich nicht zu verzehren.

Wegen PCB wurde Ennepetaler Anwohnern geraten, jegliches Gemüse und Obst aus Nutzgärten in Oelkinghausen und Büttenberg vorsorglich nicht zu verzehren.

Foto: BAUER, Dirk / WAZ FotoPool

Ennepe-Ruhr.  Die ersten Ergebnisse der PCB-Untersuchungen in Ennepetal lassen länger auf sich warten als ursprünglich geplant. Das hat mit dem LANUV zu tun.

Das Angebot der Kreisverwaltung, sich mit Fragen zum PCB-Fund in Ennepetal an die Mitarbeiter des Umweltamtes und des Fachbereiches Soziales und Gesundheit zu wenden, haben in den vergangenen Wochen mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger angenommen. Die dabei gegebenen Antworten nutzt der Ennepe-Ruhr-Kreis jetzt als Grundlage für eine Zusammenstellung von Informationen. Sie sind ab sofort auf der Internetseite der Kreisverwaltung zu finden.

Zudem wiederholt die Kreisverwaltung den Hinweis, in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) eine Informationsveranstaltung durchführen zu wollen. Der Zeitpunkt hierfür hänge vor allem vom Vorliegen der noch ausstehenden Ergebnisse ab. Der Ennepe-Ruhr-Kreis und das LANUV gehen in Ennepetal derzeit erhöhten PCB-Werten im Gewerbegebiet Oelkinghausen und im Wohngebiet Büttenberg nach.

Die bisher gesammelten Erkenntnisse waren Grundlage für die Empfehlung, jegliches Gemüse und Obst aus Nutzgärten in Oelkinghausen und Büttenberg vorsorglich nicht zu verzehren. Weitere Erkenntnisse und Ergebnisse sollen Bodenproben, Untersuchungen von Grünkohlpflanzen und Emissionsmessungen liefern.

Zeitintensive Aufbereitung

Mit Blick auf die Bodenproben, die an zwölf Stellen genommen worden sind, gelte zwar weiterhin, dass diese vom LANVU mit hoher Priorität bearbeitet werden. Allerdings sei der zunächst genannte Ergebnistermin im Oktober nicht einzuhalten. Aktuell gehen die Verantwortlichen von Dezember aus. Zur Begründung heißt es: „Die Bodenproben müssen zeitintensiv und in mehreren Schritten aufbereitet werden. Mit Blick auf dort vorhandene Kapazitäten und vorliegende Aufträge war der Oktober-Zeitpunkt leider zu optimistisch gewählt.“

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