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Schwelmer Heimatfest: Wieder Tische und Stühle in Oberstadt

Über das Heimatfest darf Montag und Dienstag wieder auf Stühlen und an Tischen in der Oberstadt gefeiert werden.

Über das Heimatfest darf Montag und Dienstag wieder auf Stühlen und an Tischen in der Oberstadt gefeiert werden.

Foto: Bernd Richter / WP

Schwelm.  Die Außengastronomie in der Oberstadt ist am Montag und Dienstag mit Sitzplätzen und Tischen in diesem Jahr wieder erlaubt.

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Gute Nachricht für die Besucher des Heimatfestes: Die Stadt hat ihr Sicherheitskonzept für die Kölner Straße überarbeitet, mit der Folge, dass dort die Außengastronomie am Montag und Dienstag mit Sitzplätzen und Tischen in diesem Jahr wieder erlaubt ist. Das Tisch- und Stuhlverbot für die Oberstadt am Freitag, Samstag und Sonntag bleibt hingegen weiterhin bestehen.

Unter dem Eindruck der Love-Parade-Katastrophe im Jahr 2010 hatte die Stadt das Sicherheitskonzept für das Heimatfest geändert und die bis dahin übliche Außenbewirtung mit Tischen und Stühlen in der Kölner Straße während der Festtage untersagt.

Ziel war es, dass die Menschen im Falle eines Unglücks den engen Bereich der Altstadt schnell durch die über die Heimatfesttage mit grünen Hinweisschildern gekennzeichneten Fluchtwege verlassen können. Dieses Verbot war das Ergebnis einer gemeinsamen Sicherheitsprognose von Feuerwehr, Polizei, Ordnungs- und Bauordnungsamt. Der Außenausschank wurde von der Verwaltung hingegen nicht untersagt. Die Oberstadt ist über das Heimatfest ein beliebter Treffpunkt der Kirmesbesucher, die den Bummel über den Festplatz gerne in der beliebten Kneipenmeile ausklingen lassen.

Antrag der SPD-Fraktion

Ratsherr Ralf Bosselmann hatte im Auftrag der SPD-Fraktion angeregt, dass im Rathaus die Bestimmung noch einmal in dieser Richtung überprüft werden sollten, ob eine Außengastronomie wieder mit Sitzgelegenheiten stattfinden könnte. Daraufhin hatte die Verwaltung mit den betroffenen drei Gastwirten ein Gespräch zur künftigen Gestaltung der Außenbewirtung während des Heimatfestes geführt und die Lage neu beurteilt. „Die Verwaltung hebt die Einschränkungen zur Außenbestuhlung und Parkregelung für die Heimatfesttage Montag und Dienstag auf, da die Beobachtungen der vergangenen Jahre gezeigt haben, dass an diesen Tagen nicht mehr so viele Menschen in die Altstadt strömen“, so das Urteil der Fachleute, über das sich nun die Festbesucher freuen dürfen.

Weiterhin Bestand haben die darüber hinaus getroffenen und laut Verwaltung seit Jahren bewährten Regelungen zum Heimatfest. Diese sind entsprechend der Sitzungsvorlage Nummer 078/2019 folgende Punkte, die vom Rat der Stadt zur Kenntnis genommenen wurden: „Der Ausschank auf der Freifläche findet aus den Fenstern oder an einer Zapfanlage außerhalb des Gefährdungsbereiches statt. Getränke auf der Freifläche werden in wiederverwendbaren Kunststoffgläsern ausgegeben, die mehrere Jahre verwendet werden können. Hierdurch wird Glasbruch vermieden, so dass sich die Reinigung der Altstadt wesentlich einfacher gestaltet.“

Die Sozialdemokraten versprechen sich von der Neuregelung eine Attraktivitätssteigerung der Altstadt für Besucher während des Schwelmer Heimatfests, das laut SPD „als eine der größten und besucherstärksten Veranstaltungen in der Region mit einer jahrhundertealten Tradition“ gelte. Durch die Neufassung des Sicherheitskonzepts würden Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen Großveranstaltungen der umliegenden Mittel- und Großstädte vermieden.

In der Kölner Straße gibt es aktuell drei Gaststätten mit Außengastronomie: „Muöllendiek“, „El Gecco“ und „Zur Oberstadt“. Alle Betriebe in der Altstadt erhalten laut Verwaltung während der Kirmeszeit eine Genehmigung zum sogenannten „Fensterausschank“. Freitag, Samstag und Sonntag bleiben Stühle und Tische dort verboten, weil in einer flüchtenden Menschenmenge diese nicht mehr rechtzeitig gesehen würden, was die Gefahr von Stürzen weiter erhöhen würde.

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