Baustelle

Vollsperrung unter der Schwelmetalbrücke

Die Schwelmetalbrücke: Die beiden inneren Brückenbauwerke werden abgerissen und erneuert. Dafür muss nun unterhalb des Bauwerks ein Teil der Dieselstraße vollgesperrt werden.

Die Schwelmetalbrücke: Die beiden inneren Brückenbauwerke werden abgerissen und erneuert. Dafür muss nun unterhalb des Bauwerks ein Teil der Dieselstraße vollgesperrt werden.

Foto: Hans Blossey

Schwelm/Wuppertal.  In wenigen Tagen macht sich der Baufortschritt auch unterhalb der Brücke an einem wichtigen Verkehrspunkt deutlich bemerkbar

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Autofahrer auf der A1 bekommen den Ersatzbau der Schwelmetalbrücke schon seit Tagen deutlich zu spüren. Für den Abriss des inneren Brückenbauwerkes in Fahrtrichtung Bremen wurden Ende Oktober die Fahrspuren auf die Fahrbahn in Gegenrichtung verschwenkt. Seitdem gilt besondere Vorsicht und ein Tempolimit auf den eingeengten Fahrspuren. In wenigen Tagen macht sich der Baufortschritt auch unterhalb der Brücke an einem wichtigen Verkehrspunkt deutlich bemerkbar.

Die ersten Geräte und schwere Maschinen kündigen schon an, was in wenigen Tagen zu einer erheblichen Einschränkung der Verkehrsführung unterhalb des Brückenbauwerkes führen wird. Um das innere Brückenbauwerk abreißen zu können, muss zuvor eine 15-Meter-Hilfsstütze errichtet werden. Für diese Arbeiten wird die Dieselstraße auf dem Abschnitt direkt unterhalb der Brücke vollgesperrt.

40 Meter langer Abschnitt

Ersatzbau Schwelmetalbrücke
Ersatzbau Schwelmetalbrücke

Die Vollsperrung gilt vom kommenden Montag, 18. November, an und dauert voraussichtlich bis Freitag, 6. Dezember. Für den Verkehr und auch für Fußgänger nicht mehr passierbar ist ein 40 Meter langer Abschnitt der Dieselstraße parallel zur Bahnlinie bis unmittelbar vor der Kurve, wo es rechts unter der Bahnbrücke her weitergeht. Dieser Abschnitt ist wegen der Schwelmetalbrücken-Baustelle bereits seit Monaten ohnehin nur noch einspurig und ausschließlich in Fahrtrichtung zur B 7 passierbar. Mit der Vollsperrung wird die Verkehrsführung in und aus dem Gewerbegebiet zusätzlich erschwert. Wer in Richtung B 7 oder Autobahn will, muss nun in Wuppertal-Langerfeld die Umleitung über die Clausewitzstraße oder noch längere Umwege in Kauf nehmen.

In umgekehrter Richtung wird sich auf der Dieselstraße durch die Vollsperrung nichts ändern. Von der B 7 kommend ist die Zufahrt nach rechts auf die Gewerbefläche (Kentucky Fried Chicken, China Restaurant, Fitnessstudio, Dänisches Bettenlager etc.) weiter möglich. Hinter der Bahnunterführung gelangt man wie gehabt rechts hoch über die Karl-Bamler-Straße ins Gewerbegebiet. Allerdings ist das Einbiegen von der B 7 in die Dieselstraße seit Monaten und im Zuge der Schwelmetalbrücken-Baustelle nur noch in Fahrtrichtung Schwelm möglich. Der Verkehr in Fahrtrichtung Wuppertal muss seitdem ohnehin schon den Umweg über die Clausewitzstraße fahren.

Hilfsstütze zwischen Straße und Bahnlinie

Die Hilfsstütze, für deren Montage die Vollsperrung nötig ist, wird später auf der Fläche zwischen Dieselstraße und Bahnlinie stehen. Sie dienen der Sicherung der vorhandenen Pendelstützen, damit diese beim Abriss nicht zusammenstürzen.

Um das aufliegende Gewicht vor dem Abriss zu mindern, wurde auf der Oberseite der Brücke bereits mit dem sogenannten „Leichtern“ begonnen. Dazu werden die oberen Fahrbahndecken abgefräst. Der eigentliche Abriss, das Zerschneiden des Brückenoberbaus und das Zerpicken, erfolgt dann später mit Spezialmaschinen von einer schmalen Arbeitsplattform aus. Die Plattform wird vor Ort montiert und liegt später, gestützt von Krag-Armen, auf der Brücke auf.

30 Stahlelemente

Die Arbeitsplattform besteht aus 30 Stahlelementen, die derzeit bei der Firma Donges in Darmstadt hergestellt werden. Die Anlieferung erfolgt nachts per Schwertransport. Der erste Schwertransport erreicht die Baustelle Schwelmetalbrücke voraussichtlich in der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember. Bis Ende Februar soll die Arbeitsplattform komplett fertig sein. Anschließend startet dann der eigentliche Abriss. Projektleiterin Ines Nordhaus ist zuversichtlich, im Zeitplan zu bleiben. Mitte 2022 sollen die beiden inneren Brückenbauwerke abgerissen und neu gebaut sein.

Von den Arbeiten ist auch die Bahnlinie betroffen, über die die Schwelmetalbrücke führt. Um die Gleisanlage und die Oberleitungen während der Abrissarbeiten zu schützen, wird das Brückenbauwerk direkt oberhalb der Bahnlinie eingehaust. Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gange.

Mit der Deutschen Bahn sind ferner nächtliche Sperrzeiten vereinbart, um die zerschnittenen und zerkleinerten Brückenelemente herunterlassen zu können. Daher wird es im Baustellenverlauf immer wieder mal zu nächtlichen Streckensperrungen und Zugausfällen kommen. So auch in Kürze (siehe Infobox und 2. Lokalseite).

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