Kommentar

Vor der Wahl eine totale PR-Katastrophe

Redaktionsleiter Stefan Scherer

Redaktionsleiter Stefan Scherer

Foto: WP

Redaktionsleiter Stefan Scherer hat eine klare Meinung zu der neuerlichen Panne bei der Gevelsberger CDU.

Die SPD Gevelsberg könnte in diesem Jahr viel Geld sparen, denn anstatt eines teuren Wahlkampfs könnte sie einen Obolus an die CDU als Dankeschön überweisen, dass ausgerechnet der politische Gegner die Werbung für die Sozialdemokraten bestreitet. Der geneigte Beobachter fragt sich bei diesem fast schon polit-satirischen Lapsus: Ist das Pech oder Unvermögen oder was gibt es sonst für einen Grund dafür, dass die Gevelsberger CDU immer wieder über ihre eigenen Füße stolpert?


Ein solches Ding ist nicht damit zu erklären, dass Uwe Spille mal eben kurz nicht aufgepasst hat. Überhaupt ein Gruppenfoto zur aktuellen Zeit an prominenter Stelle zu platzieren, ist PR-technisch schon zumindest bedenkenswert. Den Anschein zu erwecken, das sei eine aktuelle Aufnahme und ausgerechnet durch Wieland Rahn veröffentlicht worden, ist mit Blick auf den Wahlkampf eine Katastrophe. Rahn ist unlängst das Epizentrum des größten Bebens innerhalb der Gevelsberger Christdemokraten seit vielen Jahren gewesen. Von ihm haben sich Partei- und Fraktionsspitze genauso distanziert, wie der Bürgermeisterkandidat Felix Keßler. Der Anschein, er habe weiterhin Zugriff auf die Publikationskanäle des CDU-Stadtverbands, schafft kein Vertrauen in die Professionalität der Parteiarbeit.


Leidensfähigkeit muss erneut der Bürgermeisterkandidat Felix Keßler unter Beweis stellen. Die Uhr bis zur Kommunalwahl im September tickt und damit verrinnt auch immer mehr Zeit für das Bündnis „Gevelsberg gemeinsam“ zu zeigen, dass die Protagonisten auch dazu in der Lage sind, ihre Vorhaben mit der notwendigen Professionalität umzusetzen.

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