Waius: Das Xing für Studierende kommt aus Gevelsberg

Salvatore Mezzasalma (links) und Marvin Pozuelo sind zwei der drei Geschäftsführer des Gevelsberger Unternehmens waius. Gemeinsam mit Samuel Nettey haben sie ein Jobportal für Studenten entwickelt.

Salvatore Mezzasalma (links) und Marvin Pozuelo sind zwei der drei Geschäftsführer des Gevelsberger Unternehmens waius. Gemeinsam mit Samuel Nettey haben sie ein Jobportal für Studenten entwickelt.

Foto: Max Kölsch

Gevelsberg.  Salvatore Mezzasalma und Marvin Pozuelo wollen mit Waius, dem Xing für Studierende von Gevelsberg aus die Jobportale revolutionieren.

In nur drei Schritten zu unzähligen Karrieremöglichkeiten – das verspricht das Internetportal waius und richtet sich damit ganz gezielt an Studenten. Dahinter steckt ein junges Unternehmen aus Gevelsberg. Die Geschäftsführer Salvatore Mezzasalma, Marvin Pozuelo und Samuel Nettey stoßen laut eigener Aussage mit ihrem Angebot in eine Marktlücke. Seit dem Start im September arbeiten sie schon mit rund 40 Unternehmen zusammen, die auf waius.de Stellen anbieten.

Das Prinzip

Registrieren, Profil erstellen, per Klick bewerben. Das Prinzip des Netzwerks ist bewusst einfach gehalten. Studenten geben an, was sie studieren oder auch welche Berufserfahrung sie schon gesammelt haben. Das Profil wird zum Lebenslauf. Kurz, prägnant, übersichtlich. Unternehmen wiederum legen dar, welche Stellen sie anbieten, zu welchen Studiengängen diese passen und wie es mit Arbeitszeit und Bezahlung aussieht. Auch ein konkreter Ansprechpartner und ein kurzer Firmen-Steckbrief gehören zum Profil. waius bringt dann zusammen, was zusammen gehört.

„Der Vorteil für Studenten ist, dass sie bei ihrer Bewerbung an die Hand genommen werden“, erklärt Salvatore Mezzasalma (25). Der Lebenslauf sei durch das Profil schon vorhanden. Wer sich bewerbe, könne dann noch ein kurzes Motivationsschreiben anhand mehrerer Leitfragen verfassen. Das jeweilige Unternehmen bekommt die Bewerbung direkt angezeigt. Unter dem Reiter „Meine Bewerbungen“ sehen die Studenten auf einen Blick, welche ihrer Bewerbungen abgelehnt wurden und welche noch ausstehen. „Der Vorteil für Firmen ist, dass sie die Studenten direkt miteinander vergleichen können“, so Mezzasalma weiter. Alles sei in die gleiche Form gegossen.

Das Netzwerk schlägt den Studenten Stellen vor, die zu ihnen passen könnten. Aber auch eine aktive Suche ist möglich. „Ich kann mit mehreren Filtern gezielt nach Stellen in bestimmten Städten, mit einer bestimmten Arbeitszeit oder für bestimmte Studiengänge suchen“, demonstriert Marvin Pozuelo (24) und klickt auf seinem Laptop mehrere Kästchen an. Auch die Suche über konkrete Schlagworte, die in ein Textfeld eingegeben werden, funktioniert. Die entsprechenden Angebote werden sichtbar. „Bald soll es auch für Unternehmen möglich sein, in dem Pool der Studierenden zu suchen“, macht Pozuelo deutlich. Das Portal entwickelt sich derzeit stetig weiter.

Die Besonderheit

Größere Online-Jobbörsen gibt es mehrere. Das Alleinstellungsmerkmal von waius.de sehen seine Gründer in dem Fokus auf Studenten. „waius soll das Xing für Studierende werden“, bringt Pozuelo es auf den Punkt. „Wir wollen die richtigen Firmen und die richtigen Studierenden zusammenbringen.“ Egal ob Möglichkeiten, bei Firmen seine Abschlussarbeit zu schreiben, Praktika oder auch Werkstudententätigkeiten – „wir bieten die Jobs, die Studenten weiterbringen“, wirbt Salvatore Mezzasalma.

Die einfache Bedienung des Portals sehen die Gründer als weiteren Pluspunkt. „Viele Studenten haben noch nie eine richtige Bewerbung geschrieben“, sagt Mezzasalma. „So ein Profil ausfüllen kann jeder.“ Die Bedienung solle möglichst intuitiv sein. Dass die Jobangebote zu den Studiengängen passten, biete den Studenten eine zusätzliche Orientierung. „Manche wissen nämlich gar nicht, welche Jobs zu ihrem Studium passen“, weiß Mezzasalma. Eine weitere Besonderheit sei, dass Unternehmen jeder Größe bei waius vertreten seien. „Dadurch, dass wir auch Startups dabei haben, findet man bei uns schon echt coole Jobs“, freut sich Mezzasalma. Da seien zum Beispiel Stellen als Management-Assistenz dabei. „Das kriegst Du woanders nicht so einfach“, sagt der 25-Jährige.

Die Entstehung

Die Idee für waius.de führen die Jungunternehmer aus Gevelsberg auf ihre eigenen Erfahrungen in der Jobsuche zurück. Salvatore Mezzasalma und Marvin Pozuelo machen beide aktuell ihren Master--Abschluss und arbeiten parallel. Die verbliebene Freizeit stecken sie in ihr Jobportal. Beide kannten sich vorher schon privat. Über die Arbeit lernte Pozuelo schließlich den Softwareentwickler Samuel Nettey (38) aus Dortmund kennen. Für Pozuelo und Mezzasalma der richtige Partner, der ihnen bei der Umsetzung ihrer Idee helfen kann. Im Februar dieses Jahres setzen sich die Drei erstmalig zusammen. Dann geht es Schlag auf Schlag. Im Mai gründen sie die waius UG. Im September geht waius.de online. Bei der Entwicklung arbeiten sie mit verschiedenen Partnern auch aus dem Ausland zusammen. So stammt das Logo aus Sri Lanka. Ein Vorstellungsvideo, das auf der Seite zu finden ist, entsteht in Indonesien. Das nötige Startkapital sichert ihnen ein Gründerkredit. Die Zahl der Unternehmen, die sich auf waius präsentieren, wächst seit dem Start des Portals täglich. Parallel nimmt auch die Zahl der angemeldeten Studenten zu. Mezzasalma kümmert sich federführend um die Akquise. Ab Ende November sind er und sein Team regelmäßig an verschiedenen Universitäten in ganz NRW unterwegs, um sich vorzustellen. Außer den drei Geschäftsführern gehören mittlerweile auch zwei Werkstudenten zu waius. Weitere Stellen sind ausgeschrieben – natürlich auf www.waius.de.

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