Kommentar

Wer trägt die Kosten?

Redakteur Max Kölsch kommentiert den Fall des vermeintlich herrenlosen Fahrrads an der Wittener Straße in Gevelsberg.

Der Fall des an der Wittener Straße abgestellten und mutmaßlich herrenlosen Fahrrads mag auf den ersten Blick banal wirken. Manch einem mag es vielleicht auch kurios erscheinen, dass die Stadtverwaltung sich im Rat mit der Angelegenheit befasst. Tatsächlich ist es aber wichtig, zu klären, wer für die Entfernung eines Rads, das niemandem mehr gehört, zuständig ist – beziehungsweise wer dafür aufkommt. Sollte sich ein Besitzer melden, umso besser.

Lässt sich das Rad versteigern, weil es noch in einem annehmbaren Zustand ist, auch gut. Trifft beides aber nicht zu, muss der alte Drahtesel entsorgt werden. Die Kosten dafür trägt im Zweifel die Stadt und damit die Allgemeinheit. Das schlägt im Einzelfall vielleicht nicht mit horrenden Summen zu Buche. Aber herrenlose Fahrräder gibt es immer wieder.

Sogar Autos, deren Besitzer sich nicht mehr nachvollziehen lassen, werden gelegentlich von der Stadt entfernt. Das sind unnötige Kosten, die Einzelne hier auf ihre Mitmenschen abwälzen.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben