Hochzeitskorsos

Autokorsos: Essener (25) mit Waffe und Munition erwischt

Mehrere Hochzeitskorsos musste die nordrhein-westfälische Polizei am Wochenende stoppen. Das Bild zeigt einen Einsatz in Köln am Sonntag.

Mehrere Hochzeitskorsos musste die nordrhein-westfälische Polizei am Wochenende stoppen. Das Bild zeigt einen Einsatz in Köln am Sonntag.

Foto: Thomas Kraus / dpa

Lüdenscheid/Essen.   Zu mehreren Hochzeitskorsos musste die Polizei in NRW am Wochenende ausrücken: Es gab Straßenblockaden und Schüsse. Auch zwei Essener fielen auf.

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Die Polizei in Nordrhein-Westfalen ist am Wochenende wieder zu mehreren Einsätzen gerufen worden, um Hochzeitsgesellschaften unter Kontrolle zu halten. In Lüdenscheid berichteten Zeugen, dass aus einer Autokolonne eines Hochzeitskorsos heraus Schüsse gefallen seien, teilte die Polizei am Montag mit. Im Wagen eines 25-jährigen Esseners fanden die Beamten eine Schreckschusswaffe samt zugehöriger Munition. Beides stellten sie sicher. Einen Waffenschein konnte der 25-Jährige nicht vorweisen.

In Hagen blockierten fast 20 Autos einer Hochzeitskolonne vorübergehend eine Fahrspur, um Fotos zu schießen. Die Beamten leiteten gegen Autofahrer im Alter von 30 bis 37 Jahren Ermittlungsverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr ein.

Rauchbomben und Feuerwerkskörper gezündet

Nach einer Blockade der Autobahn 45 in Höhe des Westhofener Kreuzes bei Hagen stellten die Beamten den Führerschein eines 22-jährigen Esseners sicher. Zeugen hatten berichtet, dass ein halbes Dutzend Autos die Autobahn in Richtung Dortmund bewusst blockierte. Um ein Überholen der Kolonne zu verhindern, seien die Autofahrer auf allen Fahrstreifen wild hin und her gewechselt, hupend und mit eingeschalteten Warnblinkanlagen.

In Köln wurden gleich zwei Hochzeitskorsos gestoppt und sechs Führerscheine beschlagnahmt. Eine Hochzeitsgesellschaft brachte den Verkehr auf der Zoobrücke über dem Rhein zum Erliegen, um sich zu fotografieren. Eineinhalb Stunden später wurde ein Hochzeitskorso gestoppt, aus dem Rauchbomben und Feuerwerkskörper geworfen wurden.

Polizei kündigt an, Autos zu beschlagnahmen

„Wer andere Verkehrsteilnehmer durch Bremsmanöver, Feuerwerk oder Tanzen auf der Fahrbahn gefährdet, muss damit rechnen, dass die Polizei nicht nur den Führerschein der Beteiligten beschlagnahmt. Je nach Gefährdung werden wir auch das Auto beschlagnahmen“, kündigte Polizeidirektor Gereon Eich vom Polizeipräsidium Köln an.

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