Coronavirus

Corona: Absperrungen am Baldeneysee bleiben auch nach Ostern

Die Absperrungen rund um den Baldeneysee bleiben erst einmal bis zum Ende der Osterferien stehen.

Die Absperrungen rund um den Baldeneysee bleiben erst einmal bis zum Ende der Osterferien stehen.

Foto: privat

Essen.  Stadt Essen bereitet sich auf die Feiertags-Ausflügler vor. Noch mehr Personal wird mobilisiert und eine Zufahrt am See strikter kontrolliert.

Die Absperrungen rund um den Essener Baldeneysee werden nach den Osterfeiertagen nicht abgebaut, sondern bleiben aus Gründen des Corona-Infektionsschutzes mindestens bis zum Ende der Ferien stehen. Dies berichtete Stadtsprecherin Silke Lenz am Dienstag auf Anfrage.

Aus Sicht der Stadt hat sich das Konzept am vergangenen Wochenende bewährt, mit dem die Menge der Ausflügler bei den fast schon sommerlichen Temperaturen in überschaubaren Grenzen gehalten werden sollte. "Wir sind ganz zufrieden, wie es gelaufen ist", sagte Lenz. Nur an der Stichstraße von Freiherr-vom-Stein-Straße zum Seaside Beach müsse noch nachgebessert werden. Dort soll es über Ostern eine strikte Zufahrtsregelung geben, um nur eine bestimmte Anzahl von Fahrzeugen durchzulassen.

Alle Kontrollpunkte werden über mehrere Tage besetzt

Die Regattatribüne bleibe weiterhin gesperrt, der dortige Parkplatz nur eingeschränkt nutzbar, die Verbote an Haus Scheppen bleiben ebenfalls bestehen. Dazu werde das Ordnungspersonal noch einmal aufgestockt, um auch alle Kontrollpunkte über gleich mehrere Tage besetzen zu können.

Doch nicht nur rund um den Baldeneysee, sondern auch an den anderen der Stadt mittlerweile gut bekannten Hotspots werden die Ordnungskräfte auf die Einhaltung der Corona-Regeln achten. Neben den Treffs im Süden haben die Mitarbeiter vor allem das Ruhrufer in Steele, den Krupp-Park in Altendorf sowie den Schlosspark Borbeck im Visier.

"Da wird dann wieder viel mit Ansprachen gearbeitet", kündigte die Stadtsprecherin an. Aber auch härter durchgegriffen: Seit dem Start der verschärften Rechtsverordnung samt neuem Bußgeldkatalog hat die Stadt Essen immerhin rund 240 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Allein am vergangenen Wochenende wurden mehrere hundert Platzverweise erteilt.

Einsatz von Ordnungskräften wirkt fast schon bedrohlich

So wie bei einem denkwürdigen Auftritt einer Gruppe von Mitarbeitern der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB), die die originären Einsatzkräfte des Ordnungsamtes zurzeit personell unterstützen. Am Samstagmorgen liefen sechs der ZABler im Stadtgarten auf, postierten sich vor Besuchern, die zu zweit auf einer Decke und weit genug entfernt von Wiesennachbarn saßen, bis die eingeschüchtert das Weite suchten.

Auf einem Video eines Augenzeugen, das dieser Zeitung vorliegt, erscheibt der Einsatz mehr als überzogen und ebenso wenig regelkonform. Was nicht nur an dem schon bedrohlich wirkenden Auftritt der Männer in schwarzen Uniformen lag, sondern auch an der Missachtung der vorgeschriebenen Abstände untereinander. Als einer der ZAB-Mitarbeiter merkt, dass er gefilmt wird, zieht er einen Schal vors Gesicht, um nicht erkannt zu werden.

Stadtsprecherin Silke Lenz ist dieser Fall nicht bekannt. Bislang seien auch nur "vereinzelte Beschwerden" eingegangen von Bürgern, die ihr Unverständnis über die ein oder die andere Regelung geäußert hätten. "Im Gros aber haben wir positive Rückmeldungen auf unsere Maßnahmen", versichert Lenz.

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