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Corona Essen: Uniklinik nimmt Italiener und Franzosen auf

Virologe zum Coronavirus: Risikogruppe muss geschützt werden

Essen, 19.03.2020: Prof. Dr. Ulf Dittmer, Virologe an der Uniklinik Essen, beantwortet Fragen zur aktuellen Lage und erklärt, wie weit die Impfstoffentwicklung ist.

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Essen.  Alle Entwicklungen zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die Stadtgesellschaft und die Wirtschaft in Essen im Newsblog.

Das Coronavirus hat Auswirkungen auf jeden und alles in Essen - in unserem Newsblog fassen wir die aktuellen Entwicklungen zusammen und bieten Ihnen Links zu weiterführenden Texten.

• Das Uniklinikum Essen nimmt schwerkranke Menschen aus Italien und Frankreich auf.

• Die Stadt meldet am Freitag 15 neue bestätigte Erkrankungen. Der aktuelle Stand der Infizierten in Essen liegt aktuell bei 298. 25 Bürger, die infiziert waren, sind mittlerweile wieder genesen.

• Ein sechster Toter - und 284 Erkrankte bis Donnerstagabend

• Sieben Menschen wurden im Caritas-Stift Lambertus infiziert, nachdem sich bereits im Alfried-Krupp-Pflegeheim (Frohnhausen) neun Menschen mit dem neuartigen Corona-Virus angesteckt hatten.

Die Stadt Essen plant Quarantäne für Obdachlose in Asylheimen.

• In Essen stehen pensionierte Ärzte im Notfall bereit.

Hier geht es zu den Entwicklungen in Essen vom 22. bis 25. März.

• Zum Newsblog mit Nachrichten aus NRW und den Städten (free) geht’s hier.

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19.30 Uhr. Im Uniklinikum Essen wird in den nächsten Tagen mit der Ankunft von zwei schwer erkrankten Menschen aus Norditalien und von vier ebenfalls Todkranken aus Frankreich gerechnet, die alle mit dem Coronavirus infiziert sind. Die Essener Universitätsmedizin beteiligt sich damit an einer Rettungsaktion des Landes NRW.

Die vermutlich älteren Patienten müssten ohne diese Hilfe voraussichtlich sterben, da Italien und Frankreich über nicht genügend Intensiv-Betten mit Beatmungsgeräten verfügen und die dortigen Gesundheitssysteme in einigen Regionen wegen der Vielzahl an Corona-Fällen bereits vor dem Kollaps stehen. „Zurzeit haben wir hier noch den nötigen Platz“, hieß es auf Anfrage aus dem Uniklinikum. Insgesamt sollen zehn italienische Patienten auf Intensivstationen in ganz NRW verteilt werden, den Transport übernimmt die Luftwaffe. Die vier Menschen aus Frankreich kommen direkt nach Essen.

Weil es in der Region Essen (noch) vergleichsweise wenige Schwerstkranke gibt, ist diese Hilfe möglich.

Freitag, 27. März, 8.55 Uhr: Die Stadt meldet 15 weitere bestätigte Infizierungen. Das bedeutet, dass im Stadtgebiet jetzt 298 Bürger an Corona erkrankt sind. Die Stadt berichtet am Freitagmorgen: 1.378 Essenerinnen und Essener sind aktuell in einer angeordneten häuslichen Quarantäne. 789 Personen konnten aus einer Quarantäne bereits wieder entlassen werden. 25 an dem Coronavirus Erkrankte sind mittlerweile wieder genesen.

In der Altersgruppe der 50- bis 70-jährigen gibt es die meisten Erkrankungen. Die am zweithäufigsten betroffene Altersgruppe sind die 30- bis 50-jährigen. Die Altersgruppen 18 bis 30 Jahre sowie über 70 Jahre folgen auf Platz 3.

Die Entwicklungen von Donnerstag, 26. März

20.15 Uhr: Während die Zahl der an Covid-19 erkrankten Essener weiter leicht auf 284 gestiegen ist, musste die Stadt am Donnerstagend den sechsten Todesfall vermelden: Ein 80-Jähriger Essener war in einem schlechten gesundheitlichen Zustand ins Alfried Krupp Krankenhaus in Rüttenscheid eingeliefert worden und verstarb dort. Insgesamt zählte die Stadt bis zum Donnerstagabend 284 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. 2537 Personen wurde in Essen bisher beprobt. Bei 1864 fiel ein Test negativ aus. 24 Essener sind nach einer Corona-Erkrankung wieder gesund. Weitere 2143 Menschen befinden sich in einer angeordneten häuslichen Quarantäne. 628 Personen konnten daraus bereits wieder entlassen werden.

16.00 Uhr: Stadt verteidigt Sperrung von beliebter Grünfläche. Weil sich am Haumannplatz in Essen eine größere Gruppe zum Grillen traf, hat die Stadt dort eine große Wiese gesperrt. Anwohner und Passanten sind alles andere als begeistert, davon das ein großer Teil der Grünanlage nicht mehr genutzt werden kann. Nach Angaben der Stadt handelt es sich bei der Sperrung am Haumannplatz nicht um einen Einzelfall. Eine Sprecherin verwies auf den Stadtgarten. Dort stellt sich die Situation jedoch anders da, lediglich der Spielplatz und ein Bolzplatz im südlichen Teil des Stadtgartens sind mit Flatterband umrahmt. Auf den Wiesen dürfen sich Besucher nach wie vor aufhalten. Mehr dazu lesen Sie hier.

13.03 Uhr: Unter der Corona-Krise leiden auch die Kleinsten: Kinder dürfen Freunde und Großeltern nicht mehr sehen, Geburtstagsfeiern müssen abgesagt werden. Um Geburtstagskindern trotzdem eine Freude zu machen, gibt nun ein kostenloses Angebot bei dem Essener Kindergeburtstags-Planer Funtree.

Per Videogruß bekommen die Kinder eine Nachricht von einem kostümierten Helden: Das können Superhelden-Charaktere wie Spiderman oder Ironman, Prinzessinnen aus dem Film „Frozen“ und anderen Disney-Filmen oder Protagonisten aus den Serien „Paw Patrol“ und „Peppa Wutz“ sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

12.10 Uhr: Wegen der Corona-Hamsterkäufe anderer Menschen stehen Nachtschwestern und Schichtarbeiter mitunter vor leeren Regalen und ungeahnten Problemen. Olga Bauer ist Krankenschwester im Essener Huyssenstift – „Nachtschwester“, sagt man allgemeinhin. Denn die 42-Jährige arbeitet nur nachts. Dienstbeginn ist 20.30 Uhr, „Feierabend“ um 6.30 Uhr. Danach geht es schnurstracks nach Hause und ins Bett. Gegen 14 Uhr steht Bauer wieder auf, macht ein paar Handgriffe im Haushalt, wie sie sagt, und geht dann für gewöhnlich alles Nötige einkaufen. Seit einigen Wochen jedoch werde das immer schwerer. „Wenn wir einkaufen gehen können, dann gibt es schon längst nirgendwo mehr alles, was wir brauchen“, berichtet Bauer. Mehr dazu lesen Sie hier.

8.51 Uhr: Im Caritas-Stift Lambertus in Rellinghausen gibt es mehrere Fälle von Corona-Erkrankungen. Die Heimleitung hatte sich proaktiv bei der Bürger-Hotline gemeldet, weil Bewohner sowie Pfleger über Fieber klagten. Die betroffenen Personen wurden nun beprobt. Seit dem späten Mittwochabend (25. März) liegen erste Ergebnisse vor. Sechs Bewohner sowie eine Pflegekraft wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Alle sieben befinden sich in einer Quarantäne.

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