Umwelt

Die Luftbelastung ist 2018 in Essen tendenziell gesunken

Die Brückstraße in Werden war weniger stark belastet als 2017. Der Grenzwert für Stickstoffdioxid wurde im vergangenen Jahr unterschritten.

Die Brückstraße in Werden war weniger stark belastet als 2017. Der Grenzwert für Stickstoffdioxid wurde im vergangenen Jahr unterschritten.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen.  Die Luftbelastung durch Stickstoffdioxid ist 2018 laut Umweltbundesamt insgesamt zurückgegangen. An zwei Messstellen gab es aber höhere Werte.

Die Luftbelastung durch das umweltschädliche Stickstoffdioxid (NO2) ist 2018 in Essen tendenziell gesunken. Das geht aus den aktuellen Zahlen hervor, die das Bundesumweltamtes jetzt veröffentlicht hat. An zwei Messstellen wurden im Jahresdurchschnitt allerdings höhere Werte gemessen als im Jahr zuvor. Insgesamt lag die Belastung an vier von zehn Messstellen über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

An der Brückstraße in Werden liegt die Belastung nun unterhalb des EU-Grenzwertes

An der Alfredstraße wurden 48 Mikrogramm gemessen, ein Mikrogramm mehr als noch 2017. An der Gladbeckerstraße stieg die Belastung auf 42 Mikrogramm, das war ebenfalls ein Mikrogramm mehr als noch im Vorjahr. Überschritten wurde der EU-Grenzwert außerdem an der Krayer Straße mit 42 Mikrogramm – gegenüber 45 Mikrogramm 2017 – und an der Messstelle Frohnhausen, welche die Belastung an der A 40 erfasst; dort sank die Belastung auf 47 Mikrogramm, 2017 waren noch 49 Mikrogramm gemessen worden. Auch an anderen Messstellen war die Luftbelastung durch Stickstoffdioxid zurückgegangen. So lag diese an der Brückstraße in Werden bei 38 Mikrogramm, drei Mikrogramm unter dem 2017 gemessenen Wert und damit nun unterhalb des Grenzwertes.

Das Umweltamt führt die Verbesserung auf „Veränderungen der Fahrzeugflotte“ zurück

Das Umweltamt der Stadt Essen führt die Schwankungen auf Witterungseinflüsse zurück und spricht tendenziell über die vergangenen Jahre betrachtet von einer Verbesserung der Luftqualität. Zurückzuführen sei diese auf „Veränderungen der Fahrzeugflotte“. Kurz: Es sind weniger Dreckschleudern unterwegs.

Abzuwarten bleibt, wie das Oberverwaltungsgericht Münster dies im Rechtsstreit zwischen der der Stadt Essen und der Deutschen Umwelthilfe bewertet. Um drohende Fahrverbote zu umgehen, hatte der Bund das Bundesimmissionsschutzgesetz angepasst; Fahrverbote seien erst ab einer Belastung von 50 Mikrogramm verhältnismäßig. Dieser Wert wird in Essen nicht überschritten. Rechtsverbindlich bleibt aber der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm. Die Werte 2018 im einzelnen: Abteistraße: 38 Mikrogramm (2017: 38); Alfredstraße: 48 (2017: 47); Brückstraße: 38 (41); Gladbecker Straße: 42 (41); Hombrucher Straße: 36 (37); Krayer Straße 42: (45); Frohnhausen: 47 (49); Steeler Straße: 34 (37); Schuir: 34 (37); Vogelheim: 26 (27).

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben