Café Extrablatt

Endspurt im Café Extrablatt: Letzte Arbeiten am Baldeneysee

Zahlreiche Handwerker sind mit den letzten Arbeiten beschäftigt: Im Mai soll das Café Extrablatt am Baldeneysee in Heisingen eröffnen.

Zahlreiche Handwerker sind mit den letzten Arbeiten beschäftigt: Im Mai soll das Café Extrablatt am Baldeneysee in Heisingen eröffnen.

Foto: Carsten Klein

Essen-Heisingen.   Küche und Theke sind fertig, der Holzboden verlegt, erste Sitzmöbel sind aufgebaut: Das Café Extrablatt am Baldeneysee soll im Mai eröffnen.

Die ersten Sitzmöbel sind aufgebaut, die Küche ist eingerichtet und der Holzboden innen verlegt: Das Café Extrablatt in Heisingen soll Anfang bis Mitte Mai eröffnen, kündigt der Betreiber Ayhan Gencaslan an. Während innen bereits rote Polstermöbel und dunkle Holztische den Stil verraten, verlegen die Arbeiter draußen noch die grauen Steinplatten. Wenn die Renovierung abgeschlossen sein wird, wird der 42-Jährige mehr als 1,2 Millionen Euro in die Gastronomie am Baldeneysee investiert haben.

Ursprünglich sollte das Café bereits im Juni 2018 eröffnen. Doch dann war der Arbeitsaufwand rund um die Immobilie doch größer als angenommen. Die hat auf zwei Geschossen etwa 500 Quadratmeter, hinzu kommt das rund 4300 Quadratmeter große Grundstück. Eigentümer ist die Ruhrbahn, die den Vorgänger „Fährmann“ noch bis 2000 als reine Betriebsgaststätte für ehemalige Evag-Angestellte vorhielt. Im Café Extrablatt soll es künftig auf der rund 1000 Quadratmeter großen Terrasse 500 Sitzplätze geben, innen nochmal 200 – für alle Gäste.

Hochzeiten, Geburtstage und Weihnachtsfeiern

„Die Nachfrage ist bereits riesig, Anfragen gibt es sogar aus Köln und Düsseldorf“, sagt Pächter Ayhan Gencaslan selbst ein wenig überrascht, gleichwohl weiß er natürlich um die Lage seines neuen Lokals. In diesem sollen Hochzeiten, Geburtstage und Weihnachtsfeiern möglich sein, dafür sind im Obergeschoss zwei Räume abtrennbar.

Noch sind Elektriker und Dachdecker zwar beschäftigt, aber der Großteil der Arbeiten ist geschafft. TV-Anschlüsse und kostenloses W-Lan sind bereits installiert, die Kühlhäuser sind aufgebaut. Draußen warten volle Container, alte Möbel und Müllberge auf ihre Abholung, während auf dem Gebäude schon das Firmenlogo angebracht und der Außenbereich zum Seeufer entrümpelt ist.

Weniger Wände für mehr Transparenz

Geblieben sind vom früheren Fährmann nach dem Umbau noch die schieferfarbenen Schindeln. Die blauen Fensterrahmen sind jetzt grau. „Innen ist so manche Wand gewichen, um die Räume transparenter zu gestalten“, beschreibt der Geschäftsführer. Dafür sorgt auch der komplett verglaste Pavillon, in dem alle Scheiben ausgetauscht worden sind. Zum See hin werden Lounge-Möbel unter der neuen Markise stehen.

„Die nächsten Möbel sollen am 26. April kommen“, sagt Ayhan Gencaslan,

der auch das Café Extrablatt in Rüttenscheid und ein weiteres in Gelsenkirchen betreibt. Das Unternehmen kennt der gelernte Drucker seit seinem 18. Lebensjahr und will in Heisingen nun mehr als 40 Stellen in Vollzeit schaffen. Er selbst sei eingestiegen, als von einer Gastro-Kette noch gar keine Rede gewesen sei.

Der größte Teil der Speisen kommt aus der Großküche

„Der größte Teil der Speisen kommt aus der Großküche in Emsdetten, dazu werden täglich Obst und Gemüse aus der Region geliefert“, sagt er zum Konzept. Damit reagiert er gleichzeitig auf die Kritik an der Systemgastronomie, da die Küche zum Unternehmen gehöre und sie ihre Speisen in dieser selbst machten. Dieses Konzept wird er auch am Baldeneysee umsetzen: Dazu zählen Nudelkarte, ein Fischgericht und tägliches Frühstück.

Für die Gäste befinden sich bis zu 30 Parkplätze auf dem Gelände, weitere auf der anderen Straßenseite der Lanfermannfähre. Dass diese vor allem bei gutem Wetter oftmals durch die Fahrzeuge von Ausflüglern, von Mitgliedern des benachbarten Segelclubs und des Campingplatzes belegt sind, das bereitet dem 42-Jährigen keine Sorge. Neue Pläne seien nicht notwendig, denn die Gastronomie habe es ja bereits zuvor gegeben.

Auch 90-jährige Gäste freuen sich auf die Eröffnung

Der Andrang könnte nun jedoch durchaus um einiges größer werden: Denn auf die Eröffnung des Cafés Extrablatt warten viele bereits gespannt, in sozialen Netzwerken wie Facebook verabreden sich die ersten Gäste. „Auch meine Mutter freut sich mit 90 Jahren aufs Extrablatt, weil sie immer weiß, was sie dort bekommt“, sagt eine Spaziergängerin (69) im Vorbeigehen. Diese Vorfreude teilt Geschäftsführer Ayhan Gencaslan, der von der Terrasse auf den See blickt: „Es ist noch schöner geworden, als ich gedacht habe.“

>>MITARBEITER IM CAFE EXTRABLATT

  • Für den neuen Standort des Cafés Extrablatt, Lanfermannfähre 118, braucht Geschäftsführer Ayhan Gencaslan noch Mitarbeiter. Er hat überschlagen, dass in Heisingen bis zu 44 Beschäftigte in Vollzeit arbeiten könnten.
  • Die meisten von ihnen werden im Service (20) eingesetzt, etwa zwölf Kräfte werden für den Thekenbereich gesucht und ebenfalls zwölf für die Küchen von denen jeweils vier pro Schicht geplant sind. Hinzu kommen Stellen für Aushilfen wie Studenten.
  • Weitere Info: www.cafe-extrablatt.de

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