Bombenentschärfung

Zweite Bombe im Essener Nordviertel ist entschärft

Im Essener Nordviertel ist erneut ein Blindgänger gefunden worden.

Im Essener Nordviertel ist erneut ein Blindgänger gefunden worden.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Essen.  Binnen weniger Stunden wurde ein zweiter Blindgänger im Essener Nordviertel entdeckt. 560 Anwohner, Ikea und die Uni waren betroffen.

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Erneut ist im Essener Nordviertel eine Bombe gefunden worden, die noch am Mittwoch gegen 18 Uhr entschärft werden konnte: Bei Sondierungsarbeiten für das Amazon-Logistikzentrum an der Pferdebahnstraße war der Zehn-Zentner-Blindgänger am Mittag entdeckt worden. Das Relikt lag unter der Bodenplatte einer Lagerhalle, die für die Entschärfung geöffnet werden musste.

Wie Stadtsprecherin Silke Lenz erklärte, müssten mit 560 Anwohnern im inneren Sperrring weniger Menschen ihre Wohnungen verlassen, als am Abend zuvor. Am Dienstag erst musste eine Bombe im Gewerbegebiet Stadtwiese unschädlich gemacht werden. Für Betroffene ist eine Betreuungsstelle in der städtischen Sporthalle Bochold an der Friedrich-Lange-Straße 15 eingerichtet. Unter anderem mussten die Universität und Ikea schließen.

2470 weitere Betroffene im äußeren Ring müssen sich genauso luftschutzmäßig verhalten wie Kunden der nahe gelegenen Möbelhäuser. Sie sollten Türen und Fenster geschlossen halten. Es sind etwa 160 freiwillige Helfer im Einsatz, für viele war es der zweite binnen weniger Stunden.

Gladbecker Straße bleibt für Verkehr frei

„Es ist einiges an Gewerbe im engeren Umkreise betroffen“, sagte Lenz, darunter auch die Entsorgungsbetriebe Essen und Ikea, das am Nachmittag genauso vorzeitig schloss wie die Universität, die ihren Betrieb ebenfalls gegen 16.30 Uhr einstellte, sagte Silke Lenz. Bei XXXLutz konnten sich die Kunden weiter in den Geschäftsräumen aufhalten. Teile des Radschnellwegs RS1 liegen im äußeren (Segerothstraße und Hans-Böckler-Straße sowie Berthold-Beitz-Boulevard und Haus-Berge-Straße) und auch im inneren Kreis (zwischen Hans-Böckler-Straße und Berthold-Beitz-Boulevard) der Evakuierungszone.

Für die Entschärfung müssten weder Bahnlinien noch eine Autobahn gesperrt werden. Auch die Gladbecker Straße bleibe frei für den Verkehr. Von den insgesamt 60 Sperrstellen sind vor allem die Pferdebahnstraße und die Bottroper Straße betroffen.

Der öffentliche Nahverkehr konnte ab 16 Uhr nur eingeschränkt fahren. Es fielen Haltestellen weg: Für die Linie 196: Gewerbepark M1, M1 Tenderweg, M1 Gießereiweg, Bamler Servicepark, Zangenstraße, Bamlerstraße, Ellernplatz. Für die Linien 166 und den SB 16: Berliner Platz, Universität Essen, Sportbad Thurmfeld, Gewerbepark M1.

Die Anwohner wurden über Lautsprecherdurchsagen und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ordnungsamtes, der Feuerwehr und der Polizei vor Ort informiert. Erst wenn alle Anwohner evakuiert sind, kann die Entschärfung der Bombe beginnen, betonte die Stadt.

Eine Betreuungsstelle für Betroffene ist in der städtischen Sporthalle an der Friedrich-Lange-Str. 15 eingerichtet. Die Informationshotline erreichen Bürger unter 0201/1238888. (j.m.)

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