Gewalt

Essen: Mordkommission ermittelt nach Massenschlägerei

Am Dienstag hat es eine Massenschlägerei in der Essener Innenstadt nahe des Weihnachtsmarkts gegeben. Die Polizei war mit einem Großaufgebot am Salzmarkt im Einsatz.

Am Dienstag hat es eine Massenschlägerei in der Essener Innenstadt nahe des Weihnachtsmarkts gegeben. Die Polizei war mit einem Großaufgebot am Salzmarkt im Einsatz.

Foto: KDF-TV & Picture

Essen.  Bei einer Massenschlägerei nahe des Weihnachtsmarkts in Essen hat es am Dienstag mehrere Verletzte gegeben. Ein Opfer erlitt eine Stichwunde.

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Nach einer Massenschlägerei am Salzmarkt in der Essener Innenstadt ermittelt jetzt eine Mordkommission der Polizei. Der Gewaltausbruch hat am frühen Dienstagnachmittag mehrere Verletzte gefordert. Die Rede war von mindestens vier Opfern, zwei von ihnen wurden in Krankenhäusern behandelt.

Ein Mann hat eine Stichwunde am Bauch erlitten. Die Polizei war über Stunden mit einem Großaufgebot in Essen vor Ort, weitere Unterstützungskräfte wurden angefordert. Auch Hundeführer waren mit ihren Tieren an der Fahndung nach den Tätern der gewaltsamen Auseinandersetzung beteiligt.

Massenschlägerei in Essen: Möglicherweise Stichwaffen eingesetzt

Die Einsatzkräfte waren gegen 13.40 Uhr wegen einer größeren Schlägerei in einem syrischen Restaurant nahe des Weihnachtsmarkts in Essen auf dem benachbarten Kennedyplatz alarmiert worden. Es soll zunächst zu Beleidigungen, dann zu Handgreiflichkeiten unter mehreren Beteiligten gekommen sein, die sich dann auf den Salzmarkt verlagerten.

Dort könnten die Kontrahenten Stichwaffen eingesetzt haben. Die Hintergründe des blutigen Streits sind noch unklar.

Mehrere Täter auf der Flucht – Ermittlungen dauern an

Die Mitarbeiter und die Gäste des Restaurants wurden von den Beamten festgesetzt und Zeugen befragt. Bis zum Abend konnten die Ermittler die Identitäten von 35 Anwesenden klären. Die Polizei sperrte den Salzmarkt zwischenzeitlich ab, während weitere Einsatzkräfte auch in den umliegenden Straßen starke Präsenz zeigten.

Die Lage war zunächst unübersichtlich und möglicherweise bewaffnete Täter befanden sich auf der Flucht. Da war es der Polizei auch wichtig, den Besuchern der Innenstadt und des Weihnachtsmarktes zu signalisieren: „Die Polizei ist da“, wie es deren Sprecher Peter Elke formulierte. Die Ermittlungen dauern an.

Schlägereien in Oberhausen, Bochum und Emmerich

Ende November hatte es auch in Oberhausen eine Massenschlägerei auf einem Parkplatz nahe der König-Pilsener-Arena gegeben. In Bochum war es erst vor einer Woche auf einem Lidl-Parkplatz zu einer Schlägerei mit Mistgabeln gekommen. In Emmerich griffen Männer bei einer Massenprügelei einen Mann mit einem Beil an.

Am Montag hatte die Polizei bei einer Razzia im Ruhrgebiet mehrere Wohnungen nach mutmaßlichen Beteiligten aus der Hooliganszene durchsucht.

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