Stadtgespräch in Essen

FDP-Vize Wolfgang Kubicki zu Gast bei Stadtgesprächen Ruhr

Der Impulsgast und die Gastgeber (vl.l.): Jöran Steinsiek, FDP-Vize Wolfgang Kubicki und der frühere NRZ-Chefredakteur Richard Kiessler.

Der Impulsgast und die Gastgeber (vl.l.): Jöran Steinsiek, FDP-Vize Wolfgang Kubicki und der frühere NRZ-Chefredakteur Richard Kiessler.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen.  Man kann schon von einer Tradition sprechen: Zum 20. mal fanden die Stadtgespräche Ruhr in Essen statt. Diesmal mit FDP-Vize Wolfgang Kubicki.

Er hat einen Ruf als offenherziger Plauderer und bissiger Provokateur und ist als solcher in vielen Talkshows gerngesehener Gast. An diesem Montag kam der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki ins Essener Chorforum an der Fischerstraße: als Impulsgast bei den 20. Stadtgesprächen Ruhr unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Thomas Kufen. Dort gab Kubicki den Gastgebern Jöran Steinsiek und Richard Kiessler freimütig Auskunft zur Lage der FDP, zu seinem Leben und seinem Buch „Sagen, was Sache ist.“

Auf die Frage nach dem Abschneiden seiner Partei bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen, wo die Liberalen an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten, räumte Wolfgang Kubicki etwa ein, dass er „schwer enttäuscht“ gewesen sei. Zumal er im Wahlkampf eine ganz andere Stimmungslage erlebt habe. Doch den Liberalen gelinge es derzeit offenbar nicht, mit ihren Anliegen gegen die allgegenwärtigen Megathemen Migration und Klimaschutz durchzudringen: „Wir haben momentan ein Problem der Wahrnehmbarkeit.“

Auf die „interessante Fangfrage“ fällt Kubicki nicht herein

„Was macht FDP-Chef Christian Lindner falsch?“, hakt Steinsiek nach. Doch diese „interessante Fangfrage“ pariert Kubicki locker mit dem Verweis, dass es Lindner doch wunderbar gelinge, junge Wähler anzusprechen. „Da muss ich mich wohl um die über 60-jährigen kümmern.“ Die hätten sich zuletzt von den Liberalen abgewendet.

Einer der selbst schon ü 60 ist, fühlt sich von Kubicki jedenfalls angesprochen: „Ich hab’ den selbst schon mal eingeladen“, sagt Hans-Peter Schöneweiß, Chef der Essener FDP-Ratsfraktion. Wegen Terminschwierigkeiten habe das nicht geklappt. An diesem Abend im Chorforum habe sich Kubicki aber „bestens präsentiert“. Am Applaus ist abzulesen, dass das wohl auch Gäste unterschreiben würden, die nicht Mitglied der FDP sind.

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