Ermittlungen

Gefesseltes Kind: Polizei Essen schließt Facebook-Fall ab

Die Ermittlungen nach dem dramatischen Facebook-Post einer Mutter aus Heisingen sind abgeschlossen.

Die Ermittlungen nach dem dramatischen Facebook-Post einer Mutter aus Heisingen sind abgeschlossen.

Foto: Michael Kleinrensing

Essen.  Ermittlungen nach dem dramatischen Post einer Mutter aus Heisingen sind abgeschlossen. Es gibt keinen Hinweis auf eine Straftat, so die Polizei.

Der Facebook-Post einer besorgten Mutter aus Essen-Heisingen, ein unbekannter Eindringling habe ihr Kind in der Wohnung gefesselt, hat im Juli für Aufregung in den sozialen Netzwerken gesorgt. Eineinhalb Monate später schließt die Polizei Essen den zunächst mysteriösen Fall ohne einen einzigen Hinweis auf eine mögliche Straftat ab. „Die Ermittlungsakten sind zur Bewertung an die Staatsanwaltschaft weitergegeben worden“, sagte Polizeisprecherin Annika Koenig am Montag.

Was ein wohl rein formaler Vorgang sein dürfte. Denn es stand zunächst eine Anzeige gegen Unbekannt im Raum, nachdem sich die Mutter an die Polizei gewandt und in einer Facebook-Gruppe berichtet hatte, dass ein Fremder über die Terrasse ihres Hauses eingedrungen sei und ihren Sohn gefesselt habe.

Ermittler führten intensive Gespräche mit der Familie

Auch wenn in dem Fall von Beginn an nichts für irgendein derartiges strafrechtliches Verhalten sprach, wollten die Ermittler die Aussagen des Jungen nicht vorschnell ins Reich kindlicher Fantasien verbannen. Deshalb seien weitere intensive Gespräche mit der Familie und auch dem Kind geführt worden. Spezialisten untersuchten zudem die Wohnung auf Spuren. Mit dem Ergebnis: „Es haben sich keine Hinweise auf eine Außeneinwirkung ergeben“, so Koenig.

Nach dem Erkenntnisstand der Polizei hatte ein Familienmitglied den Jungen wohl mit Fesseln entdeckt, als die Mutter nicht zu Hause war und ihr die Situation vermutlich später geschildert. Bei den „Fesseln“ soll es sich allerdings um Spielzeug gehandelt haben. Der Junge, so war zu hören, habe eine gewisse Affinität zu „Polizeisachen“.

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