Aufführung

Grashof-Gymnasium: Schüler spielen Musical „Boogie Boots“

Schüler des Grashof-Gymnasiums proben in der Aula für ihre neueste Produktion „Boogie Boots.“ Es gibt sechs Aufführungen. Gut 100 Kinder sind daran beteiligt.

Schüler des Grashof-Gymnasiums proben in der Aula für ihre neueste Produktion „Boogie Boots.“ Es gibt sechs Aufführungen. Gut 100 Kinder sind daran beteiligt.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen-Bredeney.  „Boogie Boots“, ein flottes Musical-Stück mit Live-Band zeigen etwa 100 Schüler und 20 Lehrer am Grashof in Bredeney: Premiere am 15. November.

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Mit Live-Musik, Gesang und Tanz bringen über 100 Schüler des Grashof-Gymnasiums ihre neueste Produktion mit dem Titel „Boogie Boots“ auf die Bühne. Damit folgen sie einer langen Tradition an dem Bredeneyer Gymnasium: Jedes Jahr wird ein Stück präsentiert, abwechselnd ein Musical oder eine Tanzaufführung. Von der fünften Klasse bis zum Abiturjahrgang sind alle Altersgruppen vertreten.

Maren Ostwald ist schon früh in der Aula. Gleich beginnt die Generalprobe für „Boogie Boots“, das neue Musical. Die 34-Jährige unterrichtet Deutsch, Geschichte und Darstellendes Spiel. „Das ist ein seltenes Fach“, sagt sie. Ihre Liebe zur Bühne hat die Lehrerin früh entdeckt, als Schülerin am Grashof-Gymnasium. „Ich durfte in der Mittelstufe bei Mary Poppins mitspielen“, erinnert sie sich. Jetzt gehört sie seit zwei Jahren zum Kollegium und wirkt bei der Regie mit.

„Boogie Boots“, die Stiefel des Märchen-Katers

Etwa 20 schauspielaffine Pädagogen sorgen dafür, dass jedes Jahr eine Aufführung in der Schule realisiert werden kann. Die mitwirkenden Mädchen und Jungen besuchen das ganze Jahr über unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften, versuchen sich in Bühnenbau, Licht-, Ton- und Aulatechnik, singen in Vokalensmbles, tanzen in einer von mehreren festen Gruppen oder musizieren in einer Band.

„Diesmal wird es auf der Bühne romantisch zugehen“, verrät Ostwald. Die Zuschauer unternehmen eine schillernde Reise an den Hof eines Königs. „Boogie Boots“ ist ein Stück im Stück, genauer gesagt eine veränderte Version des Märchens vom gestiefelten Kater der Gebrüder Grimm. Ausgedacht hat sich die eher unbekannte Variante der Autor Ludwig Tiek im Jahre 1797. „Da konnte natürlich nicht alles so bleiben wie im Original“, sagt Ostwald. Durch textliche Änderungen bekam das etwa zweieinhalbstündige Musical einen moderneren Schliff.

Es gibt zwei gleich Zuschauergruppen beim Stück im Stück

Das Besondere der Produktion: Es gibt zwei Zuschauergruppen: Erstens die hoffentlich vielen Schüler, Eltern, Lehrer und Geschwister, die zu den insgesamt sechs Vorführungen in der Aula sitzen und ein Publikum auf der Bühne, das und zu den Darstellern gehört. „Diese Zuschauer interagieren mit den anderen Schauspielern, greifen also ins Geschehen ein.“

Ludwig Tieck schrieb mit seinem Stück eine außergewöhnliche Komödie mit einem satirischen Blick auf die Theaterwelt. Moderne Anleihen im Schüler-Musical liefern nun die Unterhaltungsprogramme der Fernsehsender. In einer Szene kriegt der meist an langbeinige Kandidatinnen Rosen verteilende „Bachelor“ sein Fett weg, an einer anderen Stelle gibt es einen Seitenhieb auf die Survival-Serie „Dschungel-Camp“. Aber auch Bezüge, die in vielen Vorjahren aufgeführt wurden, finden sich. Und da ist die Liste lang. Wie lang, weiß so schnell auch niemand mehr.

Mitreißende Musikstücke aus den 60er und 70er Jahren

Bereits im März haben die Proben für „Boogie Boots“ begonnen. In den vergangen Wochen haben die Darsteller oft und ausgiebig geübt, sogar sonntags. Nun fiebern alle der Premiere entgegen. Musikalisch sorgt die eigens für diese Produktion gegründete Kater-Band für zwölf mitreißende Sounds. Gespielt, gesungen und getanzt werden Ohrwürmer wie „These Boots are made for walking“, „You can’t get it if you really want“ und „Blame it on the boogie“. Die Titel stammen aus den 60er und 70er Jahren und wurden unter dem Label der Motown Record Company produziert. Im Dezember 1961 landete das Unternehmen mit „Please Mr. Postman“ den ersten Hit. Viele weitere sollten folgen.

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