Initiativkreis Borbeck

Initiativkreis Borbeck will Aufenthaltsqualität steigern

Vom aktuellen Vorstand:   Klaudia Ortkemper, Rainer Lessau, Silvia Schöne; und vom Beirat Michael Balster, Tim Slotta und Birgit Wirsdörfer.

Vom aktuellen Vorstand:   Klaudia Ortkemper, Rainer Lessau, Silvia Schöne; und vom Beirat Michael Balster, Tim Slotta und Birgit Wirsdörfer.

Foto: Foto / Cebo

Essen-Borbeck.  Vorsitzende Klaudia Ortkemper wünscht sich mehr Restaurants und Geschäfte mit hochwertiger Bekleidung in der Innenstadt.

Der Initiativkreis Centrum Borbeck hat gewählt. Klaudia Ortkemper geht als Vorsitzende in ihre vierte Amtszeit, sprich ins siebte Jahr. Zwar konnten nicht alle Positionen eins-zu-eins besetzt werden – ihr Stellvertreter Rainer Lessau kümmert sich gleichzeitig auch um die Finanzen –, von den neuen Gesichtern im Beirat verspricht sie sich neue Ideen für den Stadtteil. Silvia Schöne („Schöne Events“), die auch in Kettwig aktiv ist und jüngst bei der IG Frohnhausen sogar den Vorsitz übernahm, ist neue Schriftführerin des CeBo.

„Die erste Sitzung ist sehr konstruktiv verlaufen“, erzählt Klaudia Ortkemper. Die Termine der nahen Zukunft sind allerdings von dem alten Vorstand organisiert. Da wäre zunächst das Marktfest mit verkaufsoffenen Sonntag vom 29. August bis zum 1. September, das man mit dann 38 Auflagen getrost als traditionell bezeichnen darf. Auf zwei Bühnen wird den Besuchern ein attraktives Programm mit viel Live-Musik geboten. Neben einer Kunsthandwerkerstraße, einer Kindermeile, einem Weindorf und viel Außengastronomie gehört auch eine Händlermeile mit etwa 100 Ständen. Highlight der Veranstaltung ist das große Höhenfeuerwerk am Samstagabend.

Borbecker Bummel als neues Festformat

Am 6. Oktober wird der „Borbecker Bummel“, ein neues Veranstaltungsformat, das ebenfalls von einem verkaufsoffenen Sonntag begleitet wird, an den Start gehen. „Das machen wir aber nicht alleine, sondern zusammen mit dem Kultur-Historischen Verein und dem Bürger- und Verkehrsverein“, betont Klaudia Ortkemper. Der „Borbecker Bummel“ widmet sich dem Thema „Schuhe“. Ein Thema, das nahe liegt, eröffnete Heinrich Deichmann 1936 das erste große Schuhgeschäft doch am Borbecker Markt. Es wird Schuh-Historisches in der Fuß(!)gängerzone geben und getanzt. Die Firma Peter B. Maritzen vom Weidkamp, ein renommiertes Geschäft für Orthopädietechnik, wird vor Ort zeigen, wie Schuhe handwerklich hergestellt werden.

Baustelle trübt die Vorfreude auf die Feste

Die Vorfreude auf die Feste wird bei Klaudia Ortkemper allerdings ein wenig getrübt. Erneut müssen die Organisatoren mit der geflickten Gerichtsstraße leben, die ja auch bespielt wird. „Erst war die Baustellen so lange und jetzt dauert es bis ins kommende Jahr, bis alles neu gepflastert wird. Das ist schon ärgerlich – auch für die anliegenden Geschäfte“, sagt die CeBo-Vorsitzende.

Aber auch das Allgemeinbild der Borbecker Geschäftswelt hat Kratzer bekommen. „Der Einzelhandel geht zurück, auch wenn der Leerstand nicht dramatisch sei“, fügt Ortkemper hinzu. Die Entwicklung müsse aber aufgehalten werden. Restaurants fehlten in der Innenstadt und das Angebot an hochwertiger Bekleidung könnte nach Ansicht der CeBo-Vorsitzenden größer sein. „Es geht darum, die Aufenthaltsqualität zu steigern.“ Und darum, jungen Geschäftsleuten mit neuen Ideen den Einstieg zu erleichtern. Immobilieneigentümer könnten mit zunächst geringeren Mieten Starthilfe geben. „Wir als CeBo können darüber nicht entscheiden, sondern nur die Anregung geben.“

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben