Bauverein Kettwig

Abriss der Bauverein-Häuser in Ickten hat sich verzögert

Die ersten Bauverein-Häuser im Kettwiger Ortsteil Ickten stehen schon leer.

Die ersten Bauverein-Häuser im Kettwiger Ortsteil Ickten stehen schon leer.

Foto: Reiner Worm

essen-Kettwig.   Elf Häuser im Kettwiger Ortsteil Ickten sollen abgerissen werden und einem Neubauvorhaben weichen. Doch die Genehmigung lässt auf sich warten.

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Der Zeitplan für das Neubauprojekt des Bauvereins Kettwig ist ordentlich durcheinander geraten. Elf Häuser an der Icktener Straße und am Kaienburgsweg sollen abgerissen werden – doch bislang liegt die Genehmigung noch nicht vor.

Der Antrag ist schon im März bei der Verwaltung eingegangen – „wir hoffen aber, dass wir in diesen Tagen die Genehmigung bekommen“, sagt Bauverein-Geschäftsführer Jochen Kraft. Wenn sie dann vorliegt, und der Bauantrag genehmigt ist, soll „ganz zeitnah mit dem Bau der ersten neuen Häuser begonnen werden“.

Bei der Organisation des Umzugs geholfen

Schon seit langem stehen die Häuser Icktener Straße 1-3 leer. „Vier der acht Mieter sind beim Bauverein geblieben. Für sie wurden neue Wohnungen gefunden und wir haben sie auch unterstützt und zum Beispiel bei der Organisation des Umzugs geholfen.“

Die beiden Häuser sind mittlerweile komplett „ausgeschlachtet“. „Natürlich nutzen wir das, was drin ist. So konnten zum Beispiel die vorhandenen Nachtspeicher in anderen Gebäuden verbaut werden. Und auch alle Kupferrohre wurden ausgebaut und werden weiterverwendet.“

Häuser werden vorgefertigt

Als der Bauverein vor gut einem Jahr im Rahmen eines Infoabends den Abriss ankündigte und die Neubaupläne vorstellte, war die Aufregung unter den Mietern nicht unerheblich. „Aber nachdem sich der erste Schock gelegt hatte, haben wir viele konstruktive Gespräche geführt. Und wenn die neuen Häuser stehen, werden wir sicherlich genug Wohnungen haben, für die, die jetzt dort leben und auch noch für andere Interessenten.“

Partner des Bauvereins ist die Firma Modulbau Lingen. Die künftigen Kettwiger Häuser werden vorgefertigt und anschließend auf dem Grundstück zu einer Modul-Anlage montiert. „Das hat den großen Vorteil, dass die Häuser quasi schon produziert werden, während in Kettwig der Abriss erfolgt. Das bedeutet auch, dass es für die Anwohner vor Ort kaum zu Belastungen kommt.“ Eine Neuerung zur ursprünglichen Planung: Die Häuser werden unterkellert. „Durch die Hanglage der Grundstücke hätten wir die Gebäude unterfüttern müssen. Dann kann man gleich mit Kellern planen“, sagt Jochen Kraft.

Kein genauer Zeitplan

Wann wird das letzte neue Bauverein-Haus in Ickten stehen? Auf einen Zeitplan lässt sich Jochen Kraft nicht festlegen: „Ich werde mich nicht in Spekulationen vergaloppieren.“

Insgesamt vier Bauabschnitte soll es geben. Durch die Modulbauweise ist die Zeit bis zur Fertigstellung eines Gebäudes extrem kurz. Nach sechs Monaten sollte das jeweilige Haus bezugsfertig sein.

Bauverein hat über 600 Wohnungen im Bestand

Über 600 Wohnungen in 147 Gebäuden hat die Kettwiger Genossenschaft in ihrem Bestand. Und in diesem Jahr wurde kräftig gefeiert, denn der Bauverein wurde 100 Jahre alt.

Aktuell wird noch vor Weihnachten mit der Sanierung des Häuserkomplexes Corneliusstraße 14-18 und Kirchfeldstraße 14a ein großes Projekt abgeschlossen sein. Lediglich im Außenbereich sind noch einige Arbeiten nötig.

Die Planungen für 2019 stehen, und „auch im kommenden Jahr werden wir 45 Wohnungen renovieren und insgesamt rund 1,4 Millionen Euro investieren“, sagt Jochen Kraft.

Im Kettwiger Ortsteil vor der Brücke bekommen die Bauverein-Häuser in der Freihofstraße (Nummer 2, 12 und 14) neue Balkone und in der Montebruchstraße gibt es neue Fenster.

Jochen Kraft: „2020 geht’s dann wieder zurück über die Ruhr nach Kettwig. Welche Maßnahmen dann Priorität haben, steht derzeit noch nicht fest.“

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