Gesundheit

Bauchzentrum am St. Josef in Werden hat zwei Direktoren

Diagnostik im neuen Bauchzentrum von St. Josef (v.l.):  Thorsten Kaatze (Kaufmännischer Direktor), Prof. Dr. Jan Dürig und Dr. Jörg Sauer.

Diagnostik im neuen Bauchzentrum von St. Josef (v.l.): Thorsten Kaatze (Kaufmännischer Direktor), Prof. Dr. Jan Dürig und Dr. Jörg Sauer.

Foto: STEFAN AREND

Essen-Werden.  Das Interdisziplinäre Bauchzentrum am katholischen Krankenhaus in Werden hat zwei neue Direktoren. Mehr zu ihrer Zusammenarbeit.

Wer mit Darmtumor, Erkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa oder Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle zu tun hat, wird im Essener Süden zumeist im katholischen St. Josef Krankenhaus behandelt. Dort befindet sich nämlich das Viszeralmedizinische Zentrum, oder auch interdisziplinäres Bauchzentrum.

Dies hat vor kurzem neue Räume im Klinikkomplex an der Propsteistraße bezogen. Und zwei neue Direktoren bekommen: Dr. Jörg Sauer und Prof. Dr. Jan Dürig führen das Bauchzentrum gleichberechtigt.

Jörg Sauer ist seit dem 1. Mai neuer Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am St. Josef. „Wir freuen uns sehr, dass wir in Dr. Sauer einen Experten für minimalinvasive Chirurgie, Viszeralchirurgie und onkologische Chirurgie gewinnen konnten“, sagt Thorsten Kaatze, Geschäftsführer des St. Josef Krankenhauses und Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums Essen. „Diese drei traditionellen Schwerpunkte der Werdener Klinik möchte er in seiner Funktion als neuer Klinikdirektor zukünftig weiter ausbauen.“

Jan Düring ist seit dem 1. Juni im Amt als Direktor der Klinik für Allgemeine Innere Medizin am St. Josef Krankenhaus Werden. Zuvor war er Leitender Oberarzt der Klinik für Hämatologie, Leiter des Hämatologisch-onkologischen Speziallabors sowie Personaloberarzt der Klinik für Hämatologie am Universitätsklinikum Essen.

Zusammenarbeit mit Hausärzten wichtiger Bestandteil der Arbeit

Der gebürtige Lübecker, der in Kiel studiert hat und unter anderem in Manchester und Hamburg tätig war, ist seit gut zwei Jahrzehnten bekennender Ruhrgebietsfan – und ihm gefällt Werden von den Essener Stadtteilen am besten. Weshalb er dort auch mit der Familie ansässig ist. Er möchte sein Netzwerk und seine Erfahrungen aus dem Universitätsklinikum nun in der interdisziplinären Arbeit am Bauchzentrum einbringen. „Wichtig ist außerdem die Zusammenarbeit mit den Hausärzten, die ihre Patienten zu uns überweisen“, erklärt der 51-Jährige.

Diagnostik und Therapien werden je nach Beschwerden des Patienten im Ärzteteam des Bauchzentrums gemeinsam besprochen. Unter Umständen werden Spezialisten aus den Abteilungen Onkologie, Urologie, Schmerztherapie oder Radiologie hinzugebeten.

Doppeluntersuchungen sollen vermieden werden

Es sei wichtig, Doppeluntersuchungen zu vermeiden, betonen Düring und Sauer und streichen heraus, dass das Bauchzentrum am St. Josef Krankenhaus 2004 das erste seiner Art im zentralen Ruhrgebiet gewesen sei.

„Heute ist der Einsatz schonender minimalinvasiver Techniken auch bei komplexen Operationen möglich – und verbessert die Prognosen besonders bei unseren älteren Patienten deutlich. Neben Darmkrebs behandeln wir auch Speiseröhren- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs und sogar Bauchfellmetastasen in der Regel minimalinvasiv“, erklärt Sauer und sagt: „Das bedeutet eine geringere Aktivierung des Immunsystems, kleinere OP-Wunden und der Patient erholt sich deutlich schneller von dem Eingriff.“

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