Konzert

Einladung zur Orgelnacht in der Evangelischen Kirche Werden

Sabine Mika, Vorsitzende des Fördervereins Ev. Kirche Werden, und Organist Matthias Geuting hoffen bei der Orgelnacht auf viele Zuhörer in der besonderen Atmosphäre des Kirchengebäudes.

Sabine Mika, Vorsitzende des Fördervereins Ev. Kirche Werden, und Organist Matthias Geuting hoffen bei der Orgelnacht auf viele Zuhörer in der besonderen Atmosphäre des Kirchengebäudes.

Foto: Kerstin Kokoska

Essen-Werden.  Sabine Mika und Matthias Geuting laden zur 21. Orgelnacht in die Evangelische Kirche Werden ein. Hier erzählen sie etwas über das Programm.

Schon allein die wunderbare Walcker-Orgel ist das Kommen wert. Am Freitag, 28. Juni, beginnt um 19 Uhr in der Evangelischen Kirche Werden an der Heckstraße die 21. Orgelnacht. Zu gut fünf Stunden exquisiten Musikerlebens und guten Gesprächen lädt der Förderverein ein.

Sabine Mika ist seine Vorsitzende und platzt förmlich vor lauter Vorfreude: „Wir möchten kulturell und musikalisch interessierte Besucher einladen. Unsere wunderschöne Kirche ist ein Aufführungsort mit besonderer Atmosphäre.“ Matthias Geuting ergänzt: „Dieser Raum hat eine unvergleichliche Akustik. Es sollen durchaus auch Menschen in die Kirche gelockt werden, die nicht unbedingt in ein Orgelkonzert gehen würden. Wir denken da programmatisch viel weiter. Es ist im Prinzip eine Reihe verschiedener Konzerte, zusammengefasst in einer Nacht.“

Es gibt vier zeitlich festgelegte Blöcke und um Mitternacht ist Schicht

Sabine Mika klärt auf: „Es gibt zeitlich festgelegte Blöcke und um Mitternacht ist Schicht.“ In den vier Teilen wird dem Publikum eine erstaunliche Bandbreite dargeboten. Organist Geuting wird den Auftakt machen, indem er sein Orgelspiel in Dialog mit einer Sängerin setzt. Irene Kurka interpretiert Lieder vom Mittelalter bis zur Moderne. Viele Komponisten wissen ihren wandlungsfähigen Sopran zu schätzen und fragten sie für über 120 Uraufführungen an. Der Bogen führt vom Mittelalter über Barock bis zur Romantik.

Matthias Geuting wagt aber auch den Sprung in die Moderne und gleich zwei Komponisten haben ihr Kommen angekündigt. Der 91-jährige Chilene Juan Allende-Blin ist ein wichtiger Vertreter der Nachkriegs-Avantgarde. Sein „Coral de caracola“ wird ebenso mit Spannung erwartet wie „Canticum canticorum“ des texanischen Komponisten Carter Williams, der ebenfalls im Publikum sitzen wird. Besondere Momente stehen also bevor.

Langjährige und bewährte Zusammenarbeit mit Folkwang

Eine langjährige und bewährte Zusammenarbeit mit der Folkwang Universität der Künste prägt die Werdener Orgelnächte und Sabine Mika ergänzt: „Wir haben da ein Liebhaberpublikum für Vokalmusik gefunden.“ Im zweiten Teil entführt daher der Folkwang Konzertchor in die Welt der Romantik, wird weltliche Lieder von Brahms, Reger oder Schumann erklingen lassen. In diesem Reigen darf speziell in Werden natürlich Felix Mendelssohn Bartholdy nicht fehlen.

Der dritte Teil wird überraschen. Matthias Geuting muss jetzt schon schmunzeln: „Dann hören wir den kleinen Bruder der Orgel.“ Alexandre Bytchkov interpretiert auf dem Akkordeon klassische Orgelliteratur, um dann überzugehen zu Schuberts Schwanengesang oder Rossinis Figaro. Die Musik von Astor Piazzola wird noch eine ganz andere Facette dieses Instrumentes hervorlocken.

Familiärer Touch und Stärke vor Ort

Den Abschluss bildet der Auftritt zweier Chöre der Folkwang Universität. Das Vokalensemble und die „Upper Voices“ werden wohlbekannte Lieder und spannende Entdeckungen präsentieren. Die Zuhörer dürfen überrascht sein, auf welch hohem Niveau die Studierenden sich bereits bewegen.

Auch Matthias Geuting weiß um das große Plus der Werdener Orgelnächte: „Wir setzen auf den familiären Touch und vertrauen auf die Stärke vor Ort.“ Sabine Mika kann nur bestätigen, dass hier eine klare künstlerische Linie die Basis legt für enorm befruchtendes Zusammenarbeiten: „Vieles wurde durch freundschaftliche Verbindungen inspiriert. Wir stellen ja nicht x-beliebige Ensembles zusammen. Vielmehr bringen sich viele der Musiker persönlich ein. Es musizieren halt Menschen, die eine Beziehung zur Orgelnacht haben. So kommt noch ein Extrakick in die ganze Sache.“

Der Förderverein lädt ein zur Orgelnacht mit Imbiss und Gesprächen

Der 1985 gegründete Förderverein Evangelische Kirche Werden fördert Erhalt und Pflege des Kirchengebäudes von 1900 sowie die regelmäßig erforderlichen Wartungsarbeiten der wertvollen und teilweise sehr filigranen Musikinstrumente. Der Eintritt zur Orgelnacht inklusive Verköstigung liegt bei 25 Euro und wird noch ermäßigt für Mitglieder und Studenten. Es gibt eine Abendkasse, zur Reservierung von Karten ist der Förderverein unter info@fv-kirche-werden.de erreichbar. Nach dem zweiten und dritten Programmteil laden Pausen ein zu einem kleinen Imbiss. Bei einem Gläschen Wasser oder Wein sowie leckerem Fingerfood ist Zeit für Begegnungen und Gespräche.

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