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Eltern-Lehrer-Theater gelingt Umsetzung von „Herr der Diebe“

Gebannt schauen die Kinder dem Eltern-Lehrer-Theater zu, das mit „Herr der Diebe“ eine komplexe Handlung auf die Bühne bringt.

Gebannt schauen die Kinder dem Eltern-Lehrer-Theater zu, das mit „Herr der Diebe“ eine komplexe Handlung auf die Bühne bringt.

Foto: Julia Tillmann

Essen-Heidhausen.  Das Eltern-Lehrer-Theater der Fischlaker Schule spielte „Herr der Diebe“ im Jona-Saal. Wie die szenische Umsetzung der Handlung gelang.

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Oft wünschen sich Kinder, dass die Erwachsenen sich erinnern, was sie selbst als Kinder gefühlt haben. Und die Erwachsenen? Können nicht aus ihrer Haut, wünschen sich aber ihre Kindheit wieder zurück. Cornelia Funke hat das in ihrem Buch „Herr der Diebe“ beschrieben: Ein magisches Karussell lässt Erwachsene zu Kindern werden und Kinder zu Erwachsenen. Die Eltern-Lehrer-Theater AG der Fischlaker Schule hat sich des Stoffes in der Bearbeitung von Wolfgang Adenberg angenommen und am Wochenende im Jona-Saal aufgeführt.

Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Prosper (Christiane Friedrich) und Bo (Anja Cebula), die vor ihrer Tante nach Venedig geflohen sind und sich einer Kinderbande angeschlossen haben. Die wird angeführt von Scipio (Arnd Federspiel). Er nennt sich „Herr der Diebe“, ist in Wirklichkeit aber der Sohn reicher Eltern und bestiehlt sie. Dies offenbart der Detektiv Victor Getz (Peter Studener) den staunenden Kids.

Im magischen Karussell fehlt ein entscheidendes Teil

Der Detektiv wurde ursprünglich von der Tante beauftragt, Prosper und Bo zu finden. Doch nun er will den Kindern helfen. Ebenso geht es Ida Spavento (Elke Weibels), die im Waisenhaus aufwuchs und im Besitz eines hölzernen Flügels ist. Der gehört zum magischen Karussell – und das will ein reicher Conte in Betrieb setzen – um wieder Kind zu werden.

Der Theatergruppe gelingt es, die anspruchsvolle und komplexe Handlung mit mehreren Erzählebenen dem Publikum nahe zu bringen. Figuren wie der Detektiv mit der erkälteten Schildkröte oder der Hehler mit dem roten Bart sorgen für Lacher. Ernste Passagen wie die Enttäuschung der Bande über die Lügen von Scipio werden für die jungen Zuschauer glaubhaft aufbereitet.

Nach der Theaterpause zieht das Tempo an

In der zweiten Hälfte zieht das Tempo merklich an – bis zum Finale, bei dem Scipio das Karussell besteigt und als Erwachsener verlässt, während der Conte zum Kind wird. Am Ende fügt sich alles zum Guten für Bo, Prosper und die anderen. Und nach so viel Spannung spenden die Zuschauer auch reichlich Applaus.

Apropos Spenden: Der Erlös des Theaterprojektes aus vier Aufführungen und dem Verkauf von Speisen und Getränken beträgt 1700 Euro. Damit wollen die Akteure Kinder und Jugendliche aus der Stadt Essen bescheren, die an Weihnachten nichts oder nur sehr wenig geschenkt bekommen.

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