Ausbildung

Sommerakademie auf dem Pastoratsberg in Essen-Werden

Für die Jugendlichen geht es bei der Sommerakademie in Werden um Berufsorientierung. U.a. beschäftigen sie sich in sogennanten Modulen auch mit Mathematik.

Für die Jugendlichen geht es bei der Sommerakademie in Werden um Berufsorientierung. U.a. beschäftigen sie sich in sogennanten Modulen auch mit Mathematik.

Foto: Nadine Przystow

Essen-Werden.  32 Schüler investieren die Hälfte ihrer Ferien, um Förderung rund ums Thema Berufsorientierung zu erhalten. Ein Besuch in der Jugendherberge.

Drei Wochen teils bei hitzerekordverdächtigen Temperaturen in Workshops verbringen, statt im Freibad zu entspannen – das haben 32 Dortmunder Jugendliche sich freiwillig angetan. Belohnt wurden sie dafür mit der besonderen Atmosphäre, die in der Jugendherberge auf dem Pastoratsberg in Werden herrscht.

Sie investieren drei Wochen ihrer Sommerferien, um qualifizierte und individuelle Förderung rund um das Thema Berufsorientierung zu erhalten. Und sie zeigen sich nach zwei Wochen sehr begeistert von der Umgebung. „Es ist wahnsinnig schön hier, man hat einen super Blick“, sagt Teilnehmerin Vanessa.

Jugendliche testen Grenzen aus

„Picknick im Grünen, abends am Lagerfeuer sitzen oder eine Wanderung durch den Wald nach Werden zum Einkaufen unternehmen – ich bin echt verliebt in die Ecke hier“, schwärmt ihre Mitbestreiterin Emma.

Und auch die Campleiterin Sevinc Icyer ist begeistert: „Wir nehmen die Kinder ganz bewusst raus aus dem Alltag und aus ihrer unmittelbaren Heimat. In der naturnahen Umgebung hier in Werden können sie sich neu entdecken und ihre Freizeit ganz anders gestalten.“ Grenzen neu erleben und austesten, das Selbstbewusstsein stärken und motiviert in die berufliche Zukunft gehen, das lernen die Schüler im Sommercamp.

Abenteuer und Erlebniswerte

„Ein sehr gutes Projekt“, findet auch Herbergsmutter Carola Ladwig. In den Oster-, Sommer- und Herbstferien würden häufiger solche Aktionen, welche die Teamarbeit fördern, stattfinden.

„Survival im Pott“ heißt zum Beispiel die einwöchige Freizeit mit Kanufahren, Klettern und Outdoor-Erlebnissen. Dann wird mit Karte und Kompass die grüne Umgebung rund um die Villa Hügel und den Förderturm der Zeche Funke entdeckt. Diese Freizeit findet dreimal im Jahr statt und ist sehr beliebt.

„Der Trend geht wieder eindeutig in Richtung Erlebniswerte statt Urlaub von der Stange im Hotel“, sagt Ladwig. Sie leitet gemeinsam mit ihrem Mann Joachim seit vielen Jahren das Haus und stellt immer häufiger fest, wie sehr sich die Gäste über die einfachen, natürlichen Dinge, zum Beispiel selbst Feuer zu machen, begeistern. Im Schnitt finden zehn solcher Freizeiten im Jahr auf dem Pastoratsberg statt, hinzu kommen zwei Lernfreizeiten, bei denen es zum Beispiel um eine bessere Organisation im Schulalltag geht.

Noch eine halbe Woche verbleibt den Jugendlichen aus Dortmund und sie sind sich jetzt schon sicher: Das wird einerseits ein tränenreicher Abschied, aber das Feedback ist durchweg positiv und der Blick in die berufliche Zukunft ebenso.

Mehr Informationen zu den Ferienfreizeiten unter . Stichworte: Essen und Jugendfreizeiten.

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