Schönheits-Wettbewerb

Warum die neue Miss NRW nach ihrer Wahl Muskelkater hat

Lara-Kristin Bayer wurde am Samstag in Köln zur Miss NRW gewählt. Ihr männliches Pendant ist Hai Nguyen (l), aus Herne.

Lara-Kristin Bayer wurde am Samstag in Köln zur Miss NRW gewählt. Ihr männliches Pendant ist Hai Nguyen (l), aus Herne.

Foto: Christophe Gateau/ dpa

Essen.   Lara-Kristin Bayer aus Überruhr hat den Schönheitswettbewerb in Köln gewonnen. Das verursachte gleichermaßen Muskelkater und Glücksgefühle.

Überglücklich und müde ist die neue Miss NRW, als wir sie am Sonntag zu Hause in Überruhr erreichen. Und einen leichten Muskelkater habe sie noch, sagt Lara-Kristin Bayer und kichert ein bisschen: „Das kommt von den hohen Schuhen. Das bin ich einfach nicht gewohnt.“

Das Laufen auf Absätzen wird sich die 1,79 Meter große Schönheit nun wieder antrainieren müssen. Schließlich ist sie mit dem Gewinn des Titels der Miss NRW automatisch qualifiziert für den renommiertesten Schönheitswettbewerb Deutschlands, der Wahl zur „Miss Germany“. Am 23. Februar werden der und die Schönste des Landes im Europapark Rust gesucht. Dass sie es überhaupt soweit geschafft hat, kann die 20-jährige Auszubildende aus Überruhr noch nicht ganz fassen.

Erfahrungen helfen kaum bei Nervosität

„Als meine Startnummer 10 am Samstag als Miss NRW ausgerufen wurde, konnte ich es nicht glauben. Da waren so viele andere schöne Mädchen.“ Bereits am Freitagabend war sie mit einer Freundin in Köln angereist, „damit wir am Samstag ganz entspannt starten können“, erklärt Lara-Kristin Bayer. Um 10 Uhr morgens begannen die ersten Proben im Kölner Rhein-Center Köln, ehe es ernst wurde.

Vier Mal präsentiert sich die Blondine auf dem Laufsteg, zeigt sich unter anderem im Abendkleid und ihrem Lieblings-Sommerlook und muss sich kurz vorstellen. Trotz ihrer Erfahrung als Teilnehmerin bei Germanys Next Topmodel und ihrer Wahl zur Miss Remscheid: „Natürlich war ich da nervös, da waren so viele Zuschauer in dem Einkaufscenter.“

Camp auf Fuerte Ventura vor Miss-Germany-Wahl

Darunter auch ihre Eltern, die am Samstagmorgen nach Köln kamen, um ihrer Tochter die Daumen zu drücken. Mit Erfolg: Um 16 Uhr am Samstag stand fest, dass Lara-Kristin Nordrhein-Westfalen als neue Schönheitskönigin vertritt. Statt in der Domstadt noch zu feiern, ging es für die gesamte Familie noch am Samstagabend zurück nach Essen: „Ganz ehrlich, ich war todmüde und bin schon um 22 Uhr ins Bett gegangen“, verrät die Auszubildende eines ihrer Schönheitsrezepte: ausreichend Schlaf.

Zur Vorbereitung auf die Wahl zu Miss und Mister Germany geht es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bundesländern am 7. Februar noch eine Woche lang in ein Camp auf Fuerteventura. Zickereien erwarte sie nicht, ganz im Gegenteil: „Auch in Köln war es eine schöne Atmosphäre und ich freue mich schon darauf, die anderen Teilnehmerinnen kennenzulernen.“

Warum sie den Schönheitswettbewerb auch mehr als 50 Jahre nach dessen Entstehung noch zeitgemäß finde? „Weil es da im Gegensatz zu Germanys Next Topmodel nicht nur um die Schönheit und Show geht, sondern auch um Persönlichkeit“, sagt Lara-Kristin Bayer.

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