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Bei „Miene-Biene“ gibt’s Honig aus Altenessen

Seit fünf Jahren beherbergt Hobby-Imker Mario Kamphoff seine Bienenvölker im eigenen Garten in Altenessen. Sein Honig ist bei den Nachbarn begehrt.

Seit fünf Jahren beherbergt Hobby-Imker Mario Kamphoff seine Bienenvölker im eigenen Garten in Altenessen. Sein Honig ist bei den Nachbarn begehrt.

Foto: FOTO: Mario Kamphoff

Essen-Altenessen-Nord.  Hobby-Imker Mario Kamphoff betreut und pflegt 15 Bienenvölker in seinem Garten in Altenessen. Seinen Honig verkauft er vor seiner Haustüre.

Es summt und schwirrt auf dem Garagendach von Mario Kamphoff. Der Hobby-Imker vertreibt seit fünf Jahren seinen eigenen, hausgemachten Honig unter dem Namen „Miene-Biene“ – denn die fleißigen Arbeiter leben mit auf dem Grundstück. „Der Grundgedanke zum Imkern entstand aus der Liebe zur Natur. „Ich bin seit frühester Kindheit ein begeisterter Hobbygärtner“, erzählt der Altenessener. „Seit dem Insektensterben und dem Klimawandel stelle ich mir die Frage, was ich selbst dagegen tun könnte. So entschied ich mich 2014, nun den Gedanken vom Imkern in die Tat umzusetzen.“

Gesagt, getan. Der Altenessener trat zunächst einmal einem Borbecker Imkerverein bei und holte sich alle möglichen Informationen und Hilfen. Nur mit einem Bienenvolk begann er damals sein Hobby im eigenen Garten und konnte schnell Erträge sammeln. Direkt 50 Kilo waren es damals. Das würde er heute allerdings nicht mehr so machen. „Alleine wegen des Tierwohls. Ich wollte den Bienen nicht mehr den ganzen Honig wegnehmen. Deshalb verzichte ich nun fast ganz auf Zufütterung und Zuckerwasser und nehme den Völkern bei der Ernte nur noch 20 bis 30 Kilo weg.“ Der Honig enthält keinerlei Zusatzstoffe und wird, wie die Bienen ihn herstellen, abgefüllt.

Mit dem Imkern die Rente aufbessern

So kommen die Tiere problemlos durch den Winter. Mittlerweile hat Mario Kamphoff schon 15 Bienenvölker, die er hegt und pflegt. Erst Anfang August hat er die neue Ernte eingefahren. Doch wohin mit dem ganzen Honig? „Der wurde uns quasi aus den Händen gerissen, direkt von Anfang an“, sagt Kamphoff. „Wir schwimmen natürlich momentan auch auf einer Welle. Die Menschen möchten regionalen Honig und versuchen, umweltbewusster zu handeln.“ Bei Mitgliedern des Deutschen Imkerbundes unterliege der Honig strengen Richtlinien, habe das „flüssige Gold“ eine hohe Qualität.

Mario Kamphoff macht alles selbst, auch die Honigproduktion findet im eigenen Keller statt. Werbung für seinen Honig machen die Bienen auf dem Garagendach und im Garten genug, aber auch auf der eigenen Häuserwand wird der Honig aus der Nachbarschaft beworben. „Die Leute klingeln einfach an und nehmen sich ein Glas mit. Das Ganze hat sich hier auch sehr schnell herumgesprochen.“ Auch zu erwerben: Bienenwachskerzen. Kamphoff möchte sich noch vergrößern, ist mittlerweile auch Imkerpate für ein Kinderheim in Bottrop, das nun auch ein eigenes Bienenvolk hat.

Inzwischen läuft die Produktion so gut, dass Mario Kamphoff darüber nachdenkt, die Imkerei ein paar Jahre vor der Rente noch zu seiner Haupteinnahmequelle zu machen – oder sich danach die Rente etwas aufzubessern.

Wer den Honig von „Miene-Biene“ probieren möchte, kann bei Mario Kamphoff an der Emscherstraße 103 klingeln: „Irgendjemand ist meistens da und wir haben auch immer ein paar Gläser vorrätig.“ Sollte man dort kein Glück haben, vertreibt die Fleischerei Edgar Gorgas an der Dahlhauser Straße 167 ein kleines Sortiment.

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