Lesebündnis

Beim Lesefest lauschen die Kinder gespannt der Vorleserin

Lesepatin Monika Dymnick trug aus Cornelias Funkes „Käpten Knitterbart auf der Schatzinsel“ vor.  Die Kinder lauschten ihr gebannt.

Lesepatin Monika Dymnick trug aus Cornelias Funkes „Käpten Knitterbart auf der Schatzinsel“ vor. Die Kinder lauschten ihr gebannt.

Foto: STEFAN AREND

Essen-Katernberg.   Alle Kinder lieben es, wenn man ihnen spannende Geschichten vorliest. Das zeigte einmal mehr das 12. Lesefest im Bürgerzentrum Kontakt.

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Es war ein Nachmittag voller spannender Geschichten: Gemeinsam Drachen bekämpfen oder verbuddelte Schätze finden - alles mit purer Vorstellungskraft. Neun Kitas und zwei Grundschulen des Bezirks VI Zollverein organisierten das Lesefest im Bürgerzentrum Kontakt am Katernberger Markt, zusammen mit dem Essener Lesebündnis.

Dsa Motto lautet: „Reise ins Abenteuer“

Die Geschichten werden jedes Jahr von ehrenamtlichen Lesepaten und von Kindern selbst vorgelesen. Dieses Mal gab es unter dem Motto „Reise ins Abenteuer“ Geschichten zu hören, die zum Beispiel von Piraten oder Drachen handeln. Passend zum Thema wurden die Räume dekoriert, damit das Abenteuergefühl richtig aufkommt.

Eröffnet wurde das Lesefest vom Bücherwurm „Bibi“ alias Silke Magdeburg-Schuster, Leiterin der städtischen Kita Portendieckstraße, und von Bürgermeister Rudolf Jelinek. „Der Laden ist voll, mehr geht nicht!“, bemerkte Jelinek erfreut.

Lesebündnis besteht seit zwölf Jahren

„Seit das Lesebündnis das Fest vor zwölf Jahren initiiert hat, nahm es immer größere Formen an. Spätestens ab dem dritten Mal war klar: Das wird eine Tradition“, erklärt Silke Madgeburg-Schuster. „Außerdem ist es hier ein zentraler Ort, die Stadtteile rücken zusammen, und diesen Zusammenhalt registrieren dann auch die Eltern.“

Horst Stief vom Essener Lesebündnis betont, wie erfreulich und zugleich wesentlich es ist, dass auch Grundschüler der Peter-Ustinov-Grundschule vor Ort etwas vorlesen: „Das beschränkt sich ja nicht nur auf heute. Die Schüler gehen einmal in der Woche zu ihrer alten Kita und lesen dort vor. Die jüngeren Kinder werden dadurch motiviert, selbst Lesen zu lernen. Das ist wie eine Art Kreislauf.“

Bilderbuchkino und zweisprachiges Lesen

Während sich beim Bücherflohmarkt die Lesewütigen vor dem Stand tummelten, gab es noch weitere Besonderheiten wie zum Beispiel das Bilderbuchkino oder zweisprachiges Lesen. Mariam Dorani von der Awo-Kita Schalthaus Beisen las dort zusammen mit einer Kollegin erst eine Geschichte auf Deutsch vor, dann auf Farsi oder Persisch. „Zuerst zeigen wir das Buch, denn da wird von rechts nach links gelesen, und die arabische Schrift sieht ja auch ganz anders aus. Beim Vorlesen hören die Kinder dann die Melodie und den Klang der anderen Sprache.“ Das Lesefest, so Mariam Dorani, sei wie die Stadtteile multikulturell „und die Kinder profitieren davon. Auch wenn man nicht alles versteht, kann man sich zurücklehnen und entspannt zuhören.“ Den integrativen Gedanken finden auch ihre Söhne Yusuf (9) und Yunus (6) gut: „Es gibt vielleicht auch Kinder, zum Beispiel aus Afghanistan, die noch nicht so gut deutsch können. Die verstehen dann aber die andere Sprache.“

Spannend war es für die Schüler und Kita-Kinder auf jeden Fall. Nina Roller (8) hört sehr gerne zu: „Ich finde das toll, wenn dann verschiedene Tierstimmen kommen, das kann man sich dann gut vorstellen. Ich kann dabei gut entspannen.“

>>> Lesebündnis sucht Lesepaten

Das Essener Lesebündnis sucht noch ehrenamtliche Lesepaten und Lesepatinnen. Diese besuchen regelmäßig Kindertagesstätten und Grundschulen, um dort den Mädchen und Jungen etwas vorzulesen.

Wer sich als Lesepate engagieren möchte, der kann sich telefonisch an das Essener Lesebündnis unter 22 02 7 70 wenden. Die Geschäftszeiten sind dienstags und donnerstags jeweils von 11 bis 13 Uhr.

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