Schule

SPD plädiert für neues Bildungszentrum in Essen-Schonnebeck

An der neuen Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen-Schonnebeck wird derzeit gebaut. Geht es nach den Wünschen der SPD in der Bezirksvertretung VI, dann sollte die Stadt mittelfristig über einen Grundschulneubau auf dem alten Areal der Gesamtschule vis a vis nachdenken. Dort könnte, so Fraktionschef André Vollmer, ein Bildungs- und Kompetenzzentrum entstehen.

An der neuen Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen-Schonnebeck wird derzeit gebaut. Geht es nach den Wünschen der SPD in der Bezirksvertretung VI, dann sollte die Stadt mittelfristig über einen Grundschulneubau auf dem alten Areal der Gesamtschule vis a vis nachdenken. Dort könnte, so Fraktionschef André Vollmer, ein Bildungs- und Kompetenzzentrum entstehen.

Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Essen-Schonnebeck.  Die Schillerschule steht schief. Die SPD im Bezirk VI liebäugelt mit einem Neubau auf dem ehemaligen Gelände der Gustav-Heinemann-Gesamtschule.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Über die Schillerschule in Schonnebeck wurde schon viel geschrieben und noch mehr debattiert. Die Grundschule an der Immelmannstraße 6-8 steht seit vielen Jahren schief – mit gravierenden Problemen für Schüler und Lehrerkollegium, die zuletzt unisono über gesundheitliche Probleme klagten.

„Es gibt Überlegungen der Stadt, das Gebäude wieder gerade zu rücken“, weiß der Schonnebecker Bezirksvertreter André Vollmer. „Doch das Geld könnte man sicherlich besser anlegen.“ Für einen Grundschulneubau auf dem Gelände der Gustav-Heinemann-Gesamtschule. „Dort könnte mittelfristig ein Bildungs- und Kompetenzzentrum für den Essener Norden entstehen.“

Das alte Areal der Gustav-Heinemann-Gesamtschule bietet einmalige Chance

In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung VI legte der SPD-Fraktionschef eine entsprechende Anfrage auf den Tisch: „Wir haben hier die wahrscheinlich einmalige Chance, ein solches Bildungszentrum auf den Weg zu bringen. Und diese Chance sollte man nutzen, denn sie bietet eine nachhaltige Lösung, um den Bedarf an Schulraum auch für die Zukunft zu decken.“

Was Vollmer vorschwebt, ist ein in sich geschlossenes Grundschulgebäude, in der mittelfristig sowohl die Schülerinnen und Schüler der städtischen Schillerschule als auch die benachbarten katholischen Johann-Michael-Sailer-Schule eine neue Heimstatt finden könnten. Ausgestattet mit neuester Technik, mit Internet, Bibliothek, dem notwendigen Lehrmaterial und das alles natürlich barrierefrei. Etwas, das am Standort Immelmannstraße derzeit vermisst und auch nur schwer umzusetzen wäre. Überhaupt gestaltet sich der Unterricht dort – ungeachtet der beschriebenen Schieflage des Hauses mit einem Niveauunterschied von bis zu 60 Zentimetern – eher schwierig, teilen sich beide Schulen doch aus Platzgründen mittlerweile sogar einen aus Containern gebildeten Anbau; auch für den Offenen Ganztag. Im August 2018 wurde dieser Pavillon fertig.

Stadt sichtet Angebote, die Schillerschule wieder anzuheben

Dass die Stadt zumindest mit dem Gedanken spielt, die Schule wieder gerade zu rücken, dies erfuhr SPD-Ratsfrau Heike Brandherm im Bauausschuss: „Da hieß es vor den Sommerferien auf Nachfrage, man wolle zumindest Angebote einholen, was so etwas kosten würde, nachdem Klagen der Elternschaft an der Schillerstraße laut geworden waren.“

Ohne genaue Zahlen zu kennen, hält SPD-Bezirksvertreter Vollmer von solchen Überlegungen wenig: „Der Bau hat sich seit Jahren nicht bewegt. Das heißt, alle Fenster und Türen wurden den aktuellen Bedingungen angepasst. Würde man das Haus nun anheben, müsste man innen jede Menge ändern. Und das wäre alles andere als billig.“

SPD will beide Grundschulen in einen Neubau übersiedeln

Geld, das laut Vollmer anderorts deutlich besser investiert wäre. In der BV stieß sein Vorschlag bei den Grünen auf Zustimmung. Schon im Frühjahr 2018, als der Stadtrat die 2,9 Millionen Euro für den Pavillonbau absegnete, hatte Walter Wandtke, schulpolitischer Sprecher der Grünen im Rat, einen Neubau auf dem Gelände der Gustav-Heinemann-Gesamtschule angeregt, wenn auch nur den Umzug einer der beiden Grundschulen in Betracht gezogen.

„Unser Ansatz geht also weiter“, sagt Andrè Vollmer, der die Realisierung seiner Vision innerhalb der kommenden fünf bis zehn Jahre für machbar hält – wenn sie denn gewünscht sei. Ratsfrau Brandherm habe läuten hören, dass dort die Stadt mit Wohnbebauung liebäugelt. „Schon allein, um damit den Neubau der Gesamtschule zu finanzieren“, wie Fraktionschef Vollmer sagt. „Denn der ist durch die gefundenen Altlasten vor Ort deutlich teurer geworden.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben