Gewalt

Randalierer attackieren Sanitäter und Polizisten mit Flasche

Polizisten mussten in Essen ihre Dienstwaffen ziehen, um zwei Angreifer abzuwehren.

Polizisten mussten in Essen ihre Dienstwaffen ziehen, um zwei Angreifer abzuwehren.

Foto: Julian Stratenschulte

Essen.   Sanitäter während eines Rettungseinsatzes in der Essener City angegriffen. Polizisten mussten Waffen ziehen, um weitere Attacken zu verhindern.

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Mit einer abgeschlagenen Glasflasche haben zwei junge Männer in der Nacht zum Freitag Sanitäter bei einem Rettungseinsatz in der Essener Innenstadt angegriffen. Kurze Zeit später gingen die 17 und 22 Jahre alten Gewalttäter auf alarmierte Polizisten los. Nur mit gezogenen Schusswaffen konnten die Beamten eine Attacke verhindern, berichtete die Polizei am Freitag.

Mit Unterstützung einer zweiten Streifenwagenbesatzung konnten die beiden Zuwanderer aus Syrien und dem Irak schließlich überwältigt, gefesselt werden und ins Gewahrsam gebracht werden. Gegen sie wird jetzt wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und die zwei Sanitäter ermittelt. Wie Polizeisprecher Peter Elke auf Nachfrage berichtete, sind die beiden Festgenommenen bereits mehrfach in Erscheinung getreten – unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung.

Alles sah nach einem Routineeinsatz aus

Zunächst hatte alles nach einem Routineeinsatz ausgesehen, als die beiden 26 und 27 Jahre alten Mitarbeiter der Johanniter Unfallhilfe gegen 1 Uhr nachts zu einer mutmaßlich betrunkenen Person auf der Kettwiger Straße gerufen wurden. Womöglich handelte es sich um eine hilflose Frau, die mit mehreren Bekannten auf dem Heimweg von einer Feier war.

Während sich die Sanitäter um die Patientin kümmerten, erschienen die beiden jungen Männer, störten und unterbanden die Hilfsmaßnahmen und belästigten mehrere junge Frauen, die mutmaßlich an dem Rettungswagen warteten. Plötzlich zerschlugen die Randalierer eine Glasflasche und stießen mit dem abgebrochenen Hals in Richtung der Helfer, die die beiden nicht beruhigen konnten. Die Beamten konnten die gefährliche Situation am Ende nur durch körperliche Gewalt entschärfen.

Verletzt wurde glücklicherweise niemand, sagte Peter Elke. Die Täter sollten noch am Freitag wieder auf freien Fuß kommen. (j.m.)

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