Nahverkehr

Ruhrbahn bietet wieder Abo-Tickets zum halben Preis an

Sie werben für den Umstieg auf Bus und Bahn (v.l.): Umweltdezernentin Simone Raskob, Ruhrbahn-Geschäftsführer Michael Feller und Wolfgang Weber, Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Sie werben für den Umstieg auf Bus und Bahn (v.l.): Umweltdezernentin Simone Raskob, Ruhrbahn-Geschäftsführer Michael Feller und Wolfgang Weber, Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Foto: Foto: Vladimir Wegener

Essen.  Am Sonntag, 22. September, startet die Ruhrbahn die zweite Runde ihrer Rabattaktion. Tickets zum halben Preis gibt es aber nur für Neukunden.

Die Ruhrbahn bietet ein weiteres Mal Abo-Tickets zum halben Preis an. Das Angebot richtet sich wieder ausschließlich an potenzielle Neukunden. Interessenten sollten sich folgenden Termin im Kalender markieren: Die zweite Verkaufswelle startet am Sonntag, 22. September; Tickets können ab 11.55 Uhr online unter jetztwechseln.ruhrbahn.de bestellt werden.

Mit dem verbilligten Angebot möchte die Ruhrbahn abermals Autofahrer motivieren, auf Bus und Bahn umzusteigen. Finanziert wird die Rabattaktion mit Mitteln des Bundes aus dem Programm „Lead City“ für saubere Luft. Essen ist eine von fünf Modellstädten.

Für Firmentickets gibt es wieder 30 Euro Zuschlag

Die erste Verkaufswelle Ende vergangenen Jahres fand großen Anklang. Resttickets waren binnen weniger Minuten vergriffen. Laut Geschäftsführer Michael Feller bescherte die Aktion der Ruhrbahn 1000 neue Kunden, die ein Ticket 1000 oder 2000 nutzen. 1445 Neukunden buchten ein Firmenticket, für das es auch diesmal wieder einen Zuschlag in Höhe von 30 Euro gibt. Die Abo-Tickets gelten bis Ende 2020. Dann läuft das Förderprogramm aus.

Begleitet wird die Rabattaktion von einer Werbekampagne, mit der die Ruhrbahn auf verbesserte Taktzeiten aufmerksam machen will. Auf sechs Buslinien und einer Straßenbahnlinie fährt die Ruhrbahn im Fünf-Minuten-Takt. 29 Stadtteile profitieren direkt davon, wie Feller betont. Die Taktverdichtung wird ebenfalls aus dem Fördertopf des Bundes finanziert. Ob das Angebot ankommt, kann die Ruhrbahn noch nicht beantworten. Bis zum Frühjahr sollen Fahrgastzählungen diese Frage klären.

Der Fünf-Minuten-Takt kostet 7,2 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr

Feller wirbt für einen langen Atem. Die Menschen ließen sich nicht von heute auf morgen, zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel bewegen. „Das ist kein Sprint, sondern ein Marathon“, so der Ruhrbahnchef.

Womit sich die Frage stellt, wie es nach 2020 weitergehen soll. Laut Umweltdezernentin Simone Raskob wird die Verwaltung in den kommenden Haushaltsentwurf einen Eigenanteil von fünf Prozent einplanen – als Signal, dass die Stadt bereit sei ihren Beitrag zu leisten, damit das Programm fortgesetzt werden kann. Bis zu 500.000 Euro pro Jahr würde die Stadt dafür auch mittelfristig bereitstellen. Vorausgesetzt, der Rat der Stadt stimmt dem zu.

Der Fünf-Minuten-Takt auf den insgesamt sieben Linien verursacht nach Angaben der Ruhrbahn pro Jahr zusätzliche Kosten in Höhe von 7,2 Millionen Euro. Den Löwenanteil müssten also wieder Bund und Land tragen. Andernfalls werde es schwierig, so Wolfgang Weber, SPD-Ratsherr und Aufsichtsratsvorsitzender der Ruhrbahn.

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