Unfälle

Schon wieder: Ruhrbahn-Baustelle in Essen wird zur Autofalle

An Ostern rauschten fünf Pkw in drei Tagen in die Baustelle der Ruhrbahn an der Haltestelle „Parkfriedhof“. Wenige hundert Meter weiter in Richtung S-Bahnhof gibt es jetzt eine neue Autofalle.

An Ostern rauschten fünf Pkw in drei Tagen in die Baustelle der Ruhrbahn an der Haltestelle „Parkfriedhof“. Wenige hundert Meter weiter in Richtung S-Bahnhof gibt es jetzt eine neue Autofalle.

Foto: Gesa Kortekamp / Gesa Kortekamp / FUNKE Foto Services

Essen.  Sechs Monate, nachdem fünf Autos in drei Tagen in eine Ruhrbahn-Baustelle auf der Steeler Straße rauschten, gibt es eine neue Falle in der Nähe.

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Zum zweiten Mal in diesem Jahr entpuppt sich eine Baustelle der Ruhrbahn auf der Steeler Straße als Unfall-Falle für Autofahrer: Ostern 2019 fuhren fünf Pkw ins Gleis bei Arbeiten der Ruhrbahn an der Haltestelle „Parkfriedhof“ in Huttrop. Jetzt, sechs Monate später, rauschten bereits drei Pkw in anderthalb Wochen in eine Baustelle der Ruhrbahn in der Nähe des S-Bahnhofs Steele. Die neue Baustelle liegt von der alten etwa anderthalb Kilometer weit entfernt.

Neue Baustelle gibt es seit 11. November

Seit Montag, 11. November, repariert die Ruhrbahn das Gleisbett der Tram-Linie nach Steele, die Baustelle liegt an der Kreuzung Hertigerstraße, das ist kurz vor dem S-Bahnhof. Die Straßenbahnen verkehren weiter, die Baustelle ist durch eine Schranke gesichert, die nur Straßenbahnen durchlässt. Autos müssen die Baustelle umfahren. Einem Bericht des Senders „Radio Essen“ zufolge habe eine Anwohnerin der Steeler Straße in den letzten anderthalb Wochen 14 Pkw gezählt, deren Fahrer aus Versehen ins Gleisbett gefahren seien. Diese Zahl bestätigen weder Ruhrbahn noch Polizei.

„Wir wissen von drei Vorgängen“, sagt Ruhrbahn-Sprecherin Sylvia Neumann. Und die Polizei hat zuletzt einen Unfall am Schauplatz aufgenommen, der sich am Sonntagabend abspielte: Da rutschte ein Rettungswagen ins Gleisbett, als der Fahrer einem Pkw auswich. „Die Baustelle ist ausreichend abgesichert, wir haben uns vor Ort nochmal umgeschaut“, bestätigt Polizei-Sprecherin Sylvia Czapiewski. Nach Bekanntwerden der ersten Unfälle hat die Ruhrbahn zusätzliche Schilder aufgestellt und die gelben, schraffierten Flächen vor und hinter der Baustelle farblich verstärkt.

Autofahrer ignorieren offenbar Schranke, die langsam schließt

Die Ruhrbahn erklärt sich die drei Unfälle an der aktuellen Baustelle so: „Wenn Autofahrer direkt hinter einer Tram fahren und die Schranke ignorieren, die sich nicht sofort schließt, dann kann es sein, dass sie mit aufs Baufeld fahren“, so Ruhrbahn-Sprecherin Sylvia Neumann.

An Ostern 2019 war sogar ein Streifenwagen der Polizei in die damalige Ruhrbahn-Baustelle „Parkfriedhof“ in Huttrop gefahren. Bis zuletzt hatten Autofahrer, die betroffen waren, die Baustelle für nicht ausreichend gesichert gehalten. So wie jetzt auch, hatten Stadt und Ruhrbahn damals die Sicherungs-Anlagen der Baustelle nachgerüstet. Tatsächlich waren zunächst teilweise alte und verwitterte Schilder benutzt worden und betroffene Autofahrer hatten darüber geklagt, dass diese - vor allem bei blendendem Sonnenlicht - kaum zu sehen gewesen seien.

Die aktuelle Baustelle der Ruhrbahn in der Nähe des S-Bahnhofs Steele soll am Freitag wieder abgebaut werden.

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