Schule

Schule ohne Rassismus: Essener Sekundarschule ausgezeichnet

Der stellvertretende Schulleiter Benedikt Bahrfeck (Mitte) freut sich gemeinsam mit seinen Schülern über die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus“.

Der stellvertretende Schulleiter Benedikt Bahrfeck (Mitte) freut sich gemeinsam mit seinen Schülern über die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus“.

Foto: Nicole Cronauge / Bistum Essen

Essen-Stoppenberg.  Schüler und Lehrer setzen sich regelmäßig mit Rassismus und Fremdenhass auseinander. Dazu gehören auch Fahrten zur Gedenkstätte Buchenwald

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Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist die Bischöfliche Sekundarschule am Stoppenberg ausgezeichnet worden. Die Idee und das Engagement, das bundesweite Projekt an ihrer Schule umzusetzen, kam von den Schülern der Bistums-Schule selber.

Aber eigentlich brauchten sie es gar nicht mehr umsetzen, es fehlte ihnen nur der Titel: Schule ohne Rassismus und gegen Fremdenhass, das leben und praktizieren die Schüler und Lehrer schon viel länger. „Wir begehen jedes zweite Jahr den Holocaust-Gedenktag im Wechsel mit einem Tag gegen den Fremdenhass“, nennt der stellvertretende Schulleiter Benedikt Bahrfeck ein Beispiel des besonderen Engagements der insgesamt 925 Kinder und Jugendlichen, die die Schule besuchen.

In regelmäßig stattfindenden Projektwochen setzen sich die Schüler von Essens einziger Sekundarschule mit den Themen Rassismus und Vorurteilen auseinander. In diesem Rahmen haben sie auch im Stadtarchiv geforscht und in Stoppenberg einen „Stolperstein“ zum Gedenken an verfolgte und getötete Menschen im Nationalsozialismus durch Spenden finanziert und verlegt.

Schüleraustausch mit Polen

Neben einem Schüleraustausch mit Polen fährt die Schule zudem regelmäßig mit den neunten Klassen in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald – auch das zeichnet die Schule in ihrem Engagement gegen Rassismus aus. Dazu gehört eben auch die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, gegen das Vergessen.

„Fremdenhass ist ein Thema, das unsere Schüler immer wieder in den Medien und sozialen Netzwerken mitbekommen, das aber nicht nur in der großen Welt bleibt, sondern uns auch in kleinen Dingen jeden Tag an unserer Schule berührt. Gerade deswegen ist es wichtig, mutig zu sein und zu zeigen, dass wir da sehr achtsam sind“, sagte Benedikt Bahrfeck bei der offiziellen Feier, bei der Tanju Dilekli, Regionalkoordinator der Aktion, der bischöflichen Schule den Titel übergab. „Jeder Schüler ist es wert, gleich behandelt zu werden, egal wo er herkommt“ lautet auch der Leitgedanke der Jugendlichen.

Hier hat Rassismus keinen Platz

An dem bundesweiten Projekt nehmen bereits 3000 Schulen teil, davon 800 in NRW, 24 in Essen. Die Bischöfliche Sekundarschule am Stoppenberg ist nun die dritte Schule des Bistums Essen, die mit Stolz diesen Titel tragen darf.

Mit der Auszeichnung haben sich die Essener Schüler nun verpflichtet, sich in Zukunft auch mit neuen Ideen für ein friedliches Lernen und Leben einzusetzen. Ihre Projekte gegen Fremdenhass voranzutreiben, ist ein Ziel, das die Schüler mit der neuen Plakette von nun an für jeden sichtbar machen. Dabei bleibt eines für alle immer selbstverständlich. Ob im Klassenzimmer, auf dem Schulhof oder auf gemeinsamen Fahrten: An dieser Schule hat Rassismus keinen Platz.

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